Prognose: Deutschland erwartet bis 2017 etwa 2,2 Millionen Einwanderer


(C) Bryan Jones, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-ND 2.0)

Nach einer aktuellen Prognose von Wirtschaftsforschern (Wirtschaftsforschungsinstituts Kiel Economics) steht Deutschland wohl vor dem Beginn einer der größten Einwanderungswellen seit Jahrzehnten. Im Jahr 2012 dürfte dieser Prognose zufolge die Anzahl der Einwohner um etwa 389.000 Bürger zunehmen, so ein aktueller Bericht im "Manager Magazin".

Bis zum Jahr 2017 würden den aktuellen Einschätzungen zufolge insgesamt sogar 2,2 Millionen Menschen zusätzlich nach Deutschland kommen. In diesem Zeitraum, bis zum Jahr 2017, wird der Höhepunkt der Einwanderungswelle im Jahr 2014 gesehen, wo etwa 506.000 Menschen mehr ein- als auswandern werden.

Gekoppelt sei diese Entwicklung mit den marodierenden Zuständen in den südeuropäischen Ländern, wie Portugal, Spanien und Griechenland - was jene hohe Zuwanderungsdynamik mit beschleunigen würde. Derzeit geht man seitens der Kieler Wirtschaftsforscher davon aus, dass sich die Volkswirtschaften in den Ländern Südeuropas stabilisieren könnten.

Doch das weiterhin zu schwache Wachstum dort werde in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass die dortige Arbeitslosigkeit nicht wirklich spürbar gesenkt werden kann. Mit Blick auf Deutschland ist es derzeit jedoch so, dass hier in vielen Regionen und Branchen Knappheit an Arbeitskräften herrschen würde, so das Zuwanderer entsprechend gerne gesehen werden, heißt es.

Die sich verfestigende Migrationsdynamik stellt dabei eine bedeutende Trendwende für die Bundesrepublik Deutschland dar. Im vergangenen Jahrzehnt wurde Deutschland immer mehr zu einem Auswanderungsland, mit einer schrumpfenden Bevölkerung.

Mittlerweile hat sich dieser Trend jedoch umgekehrt. Schon im vergangenen Jahr 2011 war die Zahl der Zuwanderer laut Statistischem Bundesamt um ca. 20 Prozent angestiegen - auch im ersten Halbjahr dieses Jahres hatte es ein deutliches Plus gegeben.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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