Mobile Endgeräte immer häufiger Angriffsziel von Schadprogrammen


(C) Cheon Fong Liew, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Immer mehr Menschen zieht es in den mobilen Wahn, ständig und überall erreichbar sein - auch wenn es dafür keine logische Begründung gibt - ist der vorherrschende Trend unserer Tage. Dabei bieten sich gar teils skurrile Szenen, dass etwa Freund X sich mit Freund Y im Facebook-Chat bequatscht, obwohl man in Bus, Bahn oder im Fast-Food-Restaurant nebeneinander sitzt.

Dass sich die Masse mittlerweile im Mobile-Wahn befindet, wissen natürlich auch verschiedene Cyberkriminelle. Viren und Co. überfluten sämtliche mobilen Endgeräte, die mit dem Internet verbunden sind, so die Aussage des Virenspezialisten Kaspersky Lab.

Im analysierten Jahr 2012 habe man seitens Kaspersky einen starken Anstieg von Angriffen auf alle möglichen Software-Umgebungen feststellen können. Smartphones, Macs oder auch die immer beliebteren Tablets gehören dabei gleichermaßen zum Angriffsziel, wie auch der herkömmliche Desktop-PC.

In den Jahresauswertungen sollen Kaspersky-Softwareprodukte mehr als 1,5 Milliarden Angriffe abgewehrt haben, welche über das Web erfolgten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg um das etwa 1,7-fache.

Täglich entdeckte man im Durchschnitt gesehen etwa 200.000 Schadprogramme, mehr als drei Milliarden infizierte Dateien wurden von Kaspersky festgestellt. Bei den mobilen Endgeräten stehen dabei besonders Smartphones im Visier der Angreifer. Hier habe man es u.a. auch auf das Google Android OS als potenzielles Angriffsziel abgesehen.

Seitens Kaspersky sieht man die Android-Plattform gar als die beliebteste an, welche von Cyberkriminellen angegriffen wird. Man entdeckte in den Jahresbilanzauswertungen, dass sich gut 99 Prozent der mobilen Schadprogramme gegen diese Plattform gerichtet hatten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl auf 35.000 Schadprogramme für jenes Mobile OS an.

Lange galt das Apple Betriebssystem in uninformierten Kreisen als "unangreifbar". Mit dieser Theorie ist jedoch spätestens seit diesem Jahr Schluss. Eine der "aufregendsten Entdeckungen" war für die Spezialisten von Kaspersky das Botnetz Flashback, welches rund 700.000 Apple-Rechner umfasste. Die Experten hätten überdies 30 Prozent mehr Signaturen für verschiedene Mac-Trojaner gefunden als noch im Vorjahreszeitraum.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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