EU: Tabak-Richtlinie verbietet Zusatzstoffe in Zigaretten


(C) SuperFantastic, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Mit einem umzusetzenden Vorstoß will die Europäische Union nun strengere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen durchbringen und außerdem auch ein Verbot von Geschmackszusätzen in Tabakprodukten etablieren. Darüber hinaus solle gar auch der Mindestdurchmesser einer Zigarette bald gesetzlich vorgeschrieben sein.

Bekanntgeworden sind diese Informationen aus der deutschen Zeitung "BILD", welche sich dabei auf einen vorab bekanntgewordenen Kommissionsentwurf beruft. Hierbei geht es um die sogenannte Tabak-Richtlinie, welche bereits vor längerer Zeit erarbeitet worden war.

In der kommenden Woche soll die Richtlinie von der Kommission förmlich verabschiedet werden, heißt es in dem Bericht. Künftig ist es dabei so, dass auf Zigarettenpackungen verschiedene verschärfte Warntexte zu lesen sein müssen, wie etwa "Rauchen tötet". Auch Schocker-Fotos auf der Rück- und Vorderseite der Zigarettenpackungen sollen umgesetzt werden.

Weiterhin soll seitens der EU in den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden, dass Zusatzgeschmacksstoffe und die mögliche Zugabe von anderen Stoffen, wie etwa Vitamine, Koffein, Taurin oder auch Farbstoffe, zu verbieten sind.

Ein wenig ominös sticht dabei heraus, dass Zigaretten künftig nicht kleiner als 7,5 Millimeter im Durchmesser sein dürfen. Menthol-Zigaretten oder sog. "Slim"-Zigaretten sind damit künftig nicht mehr erlaubt.

Die Vorlage der EU-Tabak-Richtlinie hatte sich in den letzten Monaten immer wieder verzögert. Erst vor wenigen Wochen war der bisherige EU-Gesundheitskommissar John Dalli (maltesischer Politiker) über Bestechungsvorwürfe gestürzt.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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