Uhl: Staatsbürgerschaft von Salafisten sollte überprüft werden


(C) Henning Schacht, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0 DE)

Nachdem am Hauptbahnhof Bonn Alarm wegen einem Sprengstofffund ausgelöst worden war, wobei es möglicherweise Verbindungen in die radikal-islamische Szene gibt, hat sich der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, nun dafür ausgesprochen, dass die deutsche Staatsbürgerschaft von Salafisten erneut zu überprüfen sei.

Hierbei sagte Uhl gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, dass die Mehrheit der in Deutschland lebenden Salafisten nicht ausgewiesen werden kann, weil diese eingebürgert wurden.

Man solle sich die Einbürgerungsakten jener Individuen aus den verschiedenen Ländern noch einmal genau ansehen und sich dann fragen, ob möglicherweise falsche Angaben gemacht worden sind.

Wenn dies der Fall ist, dann könnte diesen Personen durchaus die deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkannt werden, so Uhl. Mit Blick auf die nicht eingebürgerten Salafisten sagte er, dass man sich die Frage stellen sollte, ob wir die Ausweisungs-Hürde bei religiös-gewaltbereiten Fanatikern senken könnten.

Zuletzt hatte sich auch der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses in diese Thematik mit einbezogen. Wolfgang Bosbach sagte, dass die Tatverdächtigen der ominösen Bonn-Sprengstofffunde "alte Bekannte" seien. Auch er sprach sich danach für eine erleichterte Form der Ausweisung jener radikal-islamistisch-gewaltbereiten Personen aus.

Die Polizei hatte zuletzt die beiden Verdächtigen nach dem Bombenalarm am Bonner Hauptbahnhof wieder freigelassen. Die Suche nach einem Hauptverdächtigen geht weiter. Noch ist unklar, ob es sich um einen versuchten Terroranschlag gehandelt hat.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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