Syrien: Immer mehr Menschen fliehen wegen dem Terror aus ihrem Heimatland


(C) Freedom House, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Wegen den anhaltenden Unruhen in Syrien sind immer mehr Menschen aus ihrem Heimatland auf der Flucht. Nach den Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile über 500.000 Menschen aus Syrien in Nachbarländer geflohen und haben sich dort als Flüchtlinge registrieren lassen.

Mit den nicht registrierten Flüchtlingen seien es nach Schätzungen gar 700.000 Syrer, welche ihr Land verlassen haben - eine regelrechte Völkerwanderung. Derweil streiten sich die USA und Russland über die weitere politische Zukunft des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Zuletzt wurde die zusammengestöpselte "Opposition" als legitime Vertretung für das syrische Volk, auch von den USA, anerkannt. Im Vorfeld hatten sich die Länder der Europäischen Union u.a. der gleichen Haltung angeschlossen.

Am vergangenen Dienstag gab man seitens der UNHCR in Genf bekannt, dass etwa 510.000 Syrer in benachbarte Staaten geflohen sind und sich dort als Flüchtlinge registrieren ließen bzw. diesen Schritt "planen" würden.

Im November hatte es per Tagesdurchschnitt 3200 Menschen aus dem Land in benachbarte Staaten verschlagen, um so den "Irritationen" in ihrem Heimatland zu entfliehen. Alleine in Jordanien seien offiziellen Angaben zufolge mind. 100.000 Syrer registriert worden. Vor dem Ausbruch der Gewaltakte in Syrien lebten dort etwa 20 Millionen Menschen.

Im Zuge des in mehreren Ländern "zufällig" ausgebrochenen Arabischen Frühlings hatte sich der Konflikt in Syrien immer weiter verfestigt. Im Land zeichnen dabei von ausländischen Kräften angeleitete Todesschwadronen und andere Strömungen ein Bild des Schreckens - wohl solange, bis die Assad-Regierung "entfernt" wurde.

Erst danach wird man wohl die wütenden Fanatiker daran hindern, weitere Kriegsverbrechen zu begehen. Ob jener Demokratisierungsprozess erfolgreich werden wird, ist eher unwahrscheinlich - zumindest mit Blick auf die "Arabischen-Frühlings"-Staaten wie etwa Ägypten oder auch Libyen.

Man braucht sich nur die Frage stellen, was würde passieren, wenn etwa in Deutschland, Frankreich oder USA derartig tobende Horden ihre Show abziehen würden? Genau, der Staat, respektive die für den Staat arbeitenden Menschen bei der Polizei/Militär, würden versuchen jene Psychogruppen auszuschalten/zu stoppen. Mit Blick nach Syrien ist dies ominöser Weise ein wenig anders, hier sind die "Rebellen"/Opposition die Guten und der angegriffene Staat der Böse.

Sicherlich ist die Assad-Regierung nicht als "lupenreine Demokratie" zu bezeichnen, doch jene herbeigeführten Umstände sind wahrlich das, was man an der syrischen Regierung kritisiert. Hinter vorgehaltener Hand wissen informierte Kreise seit Anbeginn darüber Bescheid, was in Syrien "in Wirklichkeit abgeht" - neben der täglich vorgekauten Propaganda in den Massenmedien.

Die zuletzt von den USA anerkannte Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte wurde am 11. November 2012 in der katarischen Hauptstadt Doha gegründet. Neben den verschiedenen westlichen Regierungen hatte auch die Muslimbruderschaft Syriens die Einigung auf ein umfassenderes Oppositionsbündnis begrüßt und die Bildung der Nationalkoalition als „positiven Schritt“ bezeichnet.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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