Italien: Berlusconis Kandidatur 2013 leicht relativiert


(C) la-moncloa.es, 2010, Bild: Wikipedia (IT, fjZ;A)

Bei einer zuletzt veranstalteten Buchvorstellung in Rom hat der EX-Regierungschef Italiens, Silvio Berlusconi, durchblicken lassen, dass er möglicherweise doch nicht für das Amt des ital. Ministerpräsidenten antreten wird.

Dies dann, so Berlusconi, wenn der aktuelle Regierungschef Mario Monti noch einmal als Führer der Mitte-Rechts-Koalition antritt, dann wolle er selbst "einen Schritt zurücktreten". In diesem Fall möchte er sich verstärkt um seine Partei PDL (Partei Volk und Freiheit) kümmern.

Erst vergangene Woche hatte Berlusconis Partei dem derzeitigen Regierungschef Monti die eigene Unterstützung im italienischen Parlament entzogen. Danach ließ Berlusconi verlauten, dass er nach den Parlamentswahlen das Amt des Regierungschefs anstrebt.

Nach dieser Ankündigung Berlusconis hatte sich Mario Monti mit dem italienischen Staatschef Giorgio Napolitano zusammengefunden, da er eine deutlich nachlassende Unterstützung im Parlament für seine Sparpolitik sehe und danach seinen Rückzug angekündigt, nachdem der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet ist.

Die Wiederantrittsankündigung Berlusconis stieß dabei auf international eher gespaltene Reaktionen. Seitens der Europäischen Union kritisierte man, dass Berlusconi erneut antreten möchte und damit Gefahr dafür besteht, dass die bisherigen Sparanstrengungen in Italien wieder zunichte gemacht werden. In den vergangenen zwanzig Jahren war er bereits mehrere Male Ministerpräsident von Italien.

Wie die aktuellen Äußerungen von Berlusconi zu deuten sind, muss abgewartet werden. Eventuell gehört die Kneipp-Kur, heiß-kalt, ja zu den politischen Taktiken und er will insgeheim doch antreten. Eine breite Mehrheit wird er nach aktuellem Stand der Dinge jedoch nicht zusammenbekommen. Aber auch Montis Ansehen ist in den vergangenen 12 Monaten stetig weiter gesunken.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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