Deutschland: Grüne Energie - Netzausbau kostet bis zu 42 Mrd. zusätzlich


(C) Gediminas Paulauskas, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die sogenannte Energiewende wird für die Deutschen immer teurer. Medienberichten zufolge könnte der Netzausbau nach aktuellem Stand der Dinge bis zu 42 Milliarden Euro extra kosten. Denn neben den Stromautobahnen muss Deutschland ein neues Verteilnetz auf die Füße stellen.

Den Angaben zufolge muss hier mit bis zu 193.000 Kilometern an zusätzlichen Leitungstrassen gerechnet werden, damit man die angepeilten Ziele der deutschen Energiewende schaffen kann. In einer aktuellen Studie der deutschen Energieagentur Dena fokussiert man sich dabei ausschließlich auf den weiteren Ausbaubedarf der deutschen Stromnetze, welche auf den niedrigen Spannungsebenen laufen, mit eingeschlossen auch die Land- und Ortsstraßen des deutschen Stromnetzes.

Aus den bisherigen Ergebnissen kann dabei abgelesen werden, dass der Netzbedarf vom weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien abhängen würde. Der sog. Netzentwicklungsplan (Bundesnetzagentur) für die deutsche Bundesregierung gibt dabei vor, dass bis zum Jahr 2030 der anvisierte Neubau von etwa 135.000 Kilometern kommunaler und auch regionaler Stromtrassen notwendig ist. Obendrauf müssten zudem rund 21.000 Trassen-Kilometer umgebaut werden, heißt es.

Allein in den kommenden 18 Jahren, nach derzeitigem Stand, kommen dabei über die Netzentgelte erneut Kostensteigerungen auf die deutschen Verbraucher zu, welche über die Stromrechnungen auf jene abgewälzt werden sollen. Nach aktuellen Berechnungen sind dies etwa 27,5 Milliarden Euro.

Das wäre zumindest die eine, günstigere Variante. In der anderen, wo die Bundesländer die Ausbauziele umsetzen wollen, wären diese Bestrebungen noch deutlich aufwendiger. Für diese Ausbauziele der deutschen Bundesländer zur Etablierung des Ökostroms/Grüne Stromversorgung müssten gar über 193.000 Kilometer neu verlegt und etwa 25.000 Kilometer umgebaut werden.

In diesem Fall kommen gar Gesamtkosten von circa 42,5 Milliarden Euro zusammen. Zu den weiteren Kostensteigerungen müssen im Gesamtspektrum betrachtet die deutschen Verbraucher also in den kommenden Jahren an vielen Ecken und Kanten deutlich tiefer in die Geldbörse greifen, wobei jenes Geld für andere Ausgaben fehlen dürfte.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte