US-Justiz: HSBC zahlt Rekordstrafe in Milliardenhöhe


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Nach den bekanntgewordenen Geldwäschevorwürfen der britischen Großbank HSBC hat man sich nun mit den US-Behörden auf die Zahlung einer Rekordstrafe einigen können. Demnach soll die Bank 1,92 Milliarden US-Dollar bezahlen, so ein aktuelles Statement von HSBC am Dienstag. Auch das US-Justizministerium hatte den Vergleich bestätigt.

Die Konkurrenz von HSBC musste zuletzt ebenfalls tief in die Tasche greifen, die Standard Chartered zahlte hierbei, wegen u.a. unerlaubter Geschäftstätigkeit mit dem Iran, etwa 667 Millionen US-Dollar. Seitens der niederländischen ING musste man 619 Millionen US-Dollar blechen.

Derartig hohe Straf-Geldzahlungen sind eigentlich nur in Kartellsachen üblich. Mittlerweile flossen den USA durch verschiedene Verstöße von Großbanken Milliarden zu. Seitens der US-Behörden warf man u.a. der HSBC vor, dass diese über Jahre hinweg Geldwäscherei unterstützt hätte.

Hierbei will man deutliche Hinweise darauf haben, dass HSBC-Filialen Milliarden aus Ländern wie Saudi-Arabien, Iran oder Mexiko in die USA transferiert und damit direkt Drogenhandel und die Finanzierung von Terrorismus unterstützt hätten.

Nach der Einigung der HSBC mit der US-Regierung war man neben der Zahlung der Rekordstrafe auch dazu bereit, in Zukunft strukturelle Änderungen in den globalen Geschäftsoperationen durchzuführen, damit derartige Verstöße verhindert werden.

Seitens der US-Justiz ließ man zuletzt durch den Leiter der Kriminalabteilung Lanny Breuer verlauten, dass die HSBC nun einen hohen Preis für ihr Fehlverhalten zahlen muss und man behält sich vor, sollte gegen die getroffenen Vereinbarungen verstoßen werden, vollständig strafrechtlich gegen die Bank vorzugehen.

  
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