ThyssenKrupp erneut mit Verlust in Milliardenhöhe


(C) Bundesarchiv, B 145 Bild-F079041-0002, 1988, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0 DE)

Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat der deutsche ThyssenKrupp-Konzern einen Megaverlust eingefahren. Analysten hatten zuvor eigentlich mit einem dicken Minus von rund einer Milliarde Euro gerechnet, doch die fünf Milliarden waren durchaus eine Überraschung.

Mit diesem miserablen Ergebnis fuhr ThyssenKrupp den höchsten Verlust in der Unternehmensgeschichte ein. Zuletzt musste das vorzeige Unternehmen eine Reihe übler Dinge verdauen, etwa Korruptionsvorwürfe, Kartellabsprachen und ein schwaches Stahlgeschäft in Amerika.

Zum Vorjahr weiteten sich die Verluste nochmal um 3,2 Milliarden Euro aus. Auf die neuen ThyssenKrupp-Stahlwerke in den USA und Brasilien musste man weitere 3,6 Milliarden Euro abschreiben, teilte man mit. Nun sei geplant, die Werke schnell abzustoßen und Einsparungsmaßnahmen in Milliardenhöhe umzusetzen.

Seitens Heinrich Hiesinger (Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG) sagte man zur Thematik: "Das Projekt Steel Americas und die verschiedenen Compliance-Verstöße haben nicht nur einen immensen finanziellen Schaden verursacht". Insgesamt hat der Konzern stark an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren.

Erst im letzten Geschäftsjahr 2010/2011 musste ThyssenKrupp etwa zwei Milliarden Euro auf die Problemwerke in den USA und Brasilien abschreiben. Der Verkaufsprozess der Werke würde nach Angaben des Konzerns planmäßig verlaufen. Zuletzt kamen dabei Informationen ans Licht, dass es zwar Interessenten gibt, jene aber nicht die geforderten Summen für die Werke zahlen möchten.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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