Reding: Vereinigte Staaten von Europa sind die richtige Vision


(C) World Economic Forum, 2007, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nachdem der Europäischen Union der Friedensnobelpreis verliehen wurde, fordert nun die EU-Kommissionsvizepräsidentin Viviane Reding deutlich mehr Macht für Brüssel ein.

Gegenüber der Rheinischen-Post sagte Reding, dass sie die Vereinigten Staaten von Europa für die richtige Vision halten würde, um so die vorherrschende Krise, vor allem aber die architektonischen Defizite des Maastrichter Vertrags - eine Währungsunion ohne parallele Politische Union - mittelfristig zu überwinden.

Dadurch müssten nun Anstrengungen unternommen werden, damit die EU-Kommission gerade auch im Bereich der Wirtschaftspolitik zu einer europäischen Regierung wird. Die Kontrolle hierbei solle durch das EU-Parlament ausgeführt werden, so Reding.

Man wolle die umfassende und nötige Integration auch gegen den erbitterten Widerstand aus London vollziehen. Reding würde aus der heutigen Sicht heraus erwarten und es für wahrscheinlich halten, dass man bis zum Jahr 2020 dann unter Einschluss Polens und der baltischen Staaten gemeinsam die "Vereinigten Staaten von Europa" begründet.

Großbritannien würde hierbei einem "loseren Verbund" angehören, wobei dieser auch weiterhin wirtschaftlich an der Integration teilnehmen wird.

Kritik zur Auszeichnung der Europäischen Union mit dem Friedensnobelpreis hält Reding für ungerechtfertigt. Nach ihrer Meinung würde der Preis "gerade zur rechten Zeit" an die EU gehen. Die Europäische Union sei ein Friedenprojekt und dies muss weiterhin so bleiben.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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