M23-Miliz: Rebellen und Kongo-Regierung zu ersten Gesprächen zusammengekommen


(C) Gabe Joselow, 2012, Bild: Wikipedia (public domain)

Wie es scheint, kommen die Gespräche der Rebellen mit der Regierung des Kongos zaghaft voran. Medienberichten zufolge haben die Rebellen der M23-Miliz nun Gespräche mit der Kongo-Regierung aufgenommen, um über ein mögliches Ende im Konflikt zu beraten.

Seitens des Nachbarlandes Uganda kommentierte man diese Entwicklung derart, dass nun der Beginn eines Dialogs in Gang gebracht wurde, um so die Gewalt zu stoppen. Wie die Gespräche insgesamt verlaufen, muss aus aktueller Sicht heraus noch abgewartet werden.

Arrangiert wurden die ersten Gespräche zwischen Rebellen und der Regierung des Kongos in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Angeführt wurde das Treffen der Kinshasas Delegation von Außenminister Raymond Tshibanda, wobei anzumerken sei, dass der politische Miliz-Chef nicht an den Gesprächen teilnahm.

Auch vier der wichtigsten oppositionellen Gruppen des Kongo-Parlaments nahmen nicht teil, da sie die Gespräche ablehnten. Im Vorfeld hatte die Regierung ausschließlich Forderungen der M23-Miliz zugelassen. Dies kritisierte man seitens der Opposition, es müssten alle Gruppen an den Gesprächen mit ihren Ansichten eingebunden werden, damit diese zu einem effektiven Ergebnis führen können.

Ausgebrochen waren die Irritationen in der Region vor etwa acht Monaten, als die ehemals ins Militär eingegliederten M23-Miliz-Anhänger, etwa 1500 Rebellen der Tutsi, wegen schlechter Lebensbedingungen gegen die Regierung aufbegehrten.

Am 20. November dieses Jahres nahm die M23-Miliz die Region Goma ein. Nach etwa zwölf Tagen zogen die Rebellen wieder ab, da es internationale Vermittlungen gegeben hatte - beiden Seiten, sowohl den Regierungstruppen, als auch den Miliz-Anhängern, warf man seitens der Vereinten Nationen Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen vor.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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