Opelwerk Bochum: Endgültiges Aus wohl nicht mehr abwendbar


(C) JOHN LLOYD, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Das Bochumer Opel-Werk scheint nun endgültig vor dem Aus zu sehen. In der Vergangenheit hatten die Mitarbeiter mit Herzensblut für den Erhalt des Standorts gekämpft, doch das Opel-Management scheint einen anderen Weg eingeschlagen zu haben.

Nach den Angaben des Opel-Betriebsrates soll das Management für das Werk angekündigt haben, dass kein neues Modell mehr in dem Werk Bochum hergestellt wird, was im Endeffekt bedeutet, dass die Produktion Ende 2016 ausläuft und das Werk danach geschlossen wird.

Bereits seit mehreren Monaten gab es immer wieder verschiedene Spekulationen um die Schließung des Werks, welche sich nun offiziell bestätigt haben. Seitens des Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel sagte man zur Thematik, dass die derzeitige Lage durchaus ernst ist. Das Unternehmen habe zuletzt deutlich signalisiert, dass man über das Werk Bochum nicht mehr weiter verhandeln wolle.

Anfang nächster Woche ist nun eine Betriebsversammlung geplant. Hierbei verlangt der Betriebsratschef eine klare Position des Managements gegenüber den Werksmitarbeitern. Entweder solle es ein Bekenntnis für weitere Verhandlungen geben, oder man solle klar und deutlich sagen, dass nicht mehr weiter verhandelt wird.

Dass noch so etwas wie ein Wunder passieren wird, scheint aus der heutigen Sicht eher unwahrscheinlich zu sein. Seit mehr als zehn Jahren macht die US-amerikanische Opel-Muttergesellschaft General Motors Milliardenverluste in Europa. Aus diesem Grund muss die Produktionskapazität weiter reduziert werden.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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