Spanien: Streiks bei Iberia und Hotelkette Paradores


(C) fdecomite, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Wegen der angespannten Lage in Spanien, bedingt durch die massiven Sparmaßnahmen der Regierung, welche von der sogenannten Troika (IWF, EZB, EU) vorgegeben werden, nehmen die sozialen Spannungen im südeuropäischen Land weiter zu.

Massendemonstrationen, hohe Arbeitslosenzahlen, Zukunftsängste und sogar Abspaltungsbestrebungen sind dabei das Zeichen der Zeit. Streiks und Empörung herrschen dabei an vielen Ecken und Kanten Spaniens vor. Auch in der Flug- und Hotelbranche.

Wegen der Krise müssen die spanische Fluggesellschaft Iberia und auch die staatliche Hotelkette Paradores weiter schrumpfen. Doch die spanischen Gewerkschaften wollen sich das nicht bieten lassen und reagieren mit Streiks. Auch die Spanien-Urlauber bekommen dies zu spüren.

Der Tourismus zählt dabei als Schlüsselbranche in Spanien. Die Sparanstrengungen in diesem Bereich sind dabei besonders schmerzvoll. Mit den Proteststreiks wollen sich die Gewerkschaften gegen die Sanierungspläne der spanischen Fluggesellschaft Iberia und der Hotelkette der Paradores stellen.

Am vergangenen Freitag scheiterte bei Iberia ein Krisentreffen zwischen den Gewerkschaften und der Unternehmensführung. Hier sollten eigentlich die geplanten Streiks abgewendet werden, woraus aber nichts wurde. Zum Beginn der Weihnachtsferien will man daher an einem sechstägigen Streik weiter festhalten.

Auch bei der Paradores Hotelkette begannen am vergangenen Freitag Streikmaßnahmen, welche zwei Tage andauern sollen. Hier geht es um den Protest gegen angekündigte Hotelschließungen und den Abbau von Arbeitsplätzen. Das Unternehmen will nach derzeitigem Stand mindestens sieben seiner Herbergen schließen und 640 Arbeitsstellen abbauen.

Viele der verbleibenden Hotels sollen dabei nicht mehr das gesamte Jahr geöffnet haben, sondern nur noch sieben Monate im Jahr. Begründet wird dies mit einem drastischen Rückgang an Hotelbesuchern und auch finanziellen Verlusten von über 100 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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