Christine Lagarde: USA könnten ihren Weltmacht-Status verlieren


(C) MEDEF, 2009, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die Chefin des IWF (Internationaler Währungsfonds), Christine Lagarde, hat angesichts der Krisenverschärfung nun auch die USA vor möglichen Konsequenzen, auswirkend auf ihren dominierenden Status, gewarnt.

Sollte sich die US-Haushaltskrise weiterhin verfestigen und keine Lösung in Sicht sein, warnte Christine Lagarde die USA davor, dass diese möglicherweise ihren Weltmacht-Status verlieren könnten – wenn keine entsprechenden Gegenmaßnahmen vollzogen werden.

Gegenüber dem britischen Nachrichtensender BBC sagte die IWF-Chefin, dass das eigentliche Thema die Überlegenheit der USA sein würde. Die Rolle des Landes als Führungsnation könne jedoch nur dadurch gesichert werden, wenn man die gegenwärtige Unsicherheit ausräumt. Nur so könne die USA Zweifel aus dem Weg räumen, dass sie ihrer Führungsrolle auch gerecht wird.

Der Streit um den Haushalt geht dabei weiter. Die Obama-Demokraten und die republikanische Mehrheit haben sich bislang noch nicht auf eine generelle Lösung im Streit festlegen können.

Wenn diese Einigung nicht bald erzielt wird, dann treten zum Jahreswechsel automatisch Ausgabenkürzungen in Kraft. Steuererleichterungen für fast alle Haushalte würden jedoch gleichermaßen auslaufen.

Seitens des Internationalen Währungsfonds sieht man in diesen möglichen Zuständen eine reale Bedrohung für die US-Wirtschaft. Doch nicht nur das, auch würden damit Ansteckungseffekte auf den Rest der Welt einhergehen, wobei die globale Wirtschaftslage und der Aufschwung sowieso schon äußerst zerbrechlich sind, warnte Christine Lagarde.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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