Stuttgart 21: Kosten könnten möglicherweise 6 Milliarden-Marke sprengen


(C) Alexander Johmann, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nicht nur der deutsche Skandal-Flughafen "BER" (Berlin-Brandenburg) wurde im bisherigen Verlauf immer teurer. Auch mit Blick ein wenig weiter in den Süden, nach Stuttgart, zeigt sich, dass das umstrittene Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" ähnliche Kostenproblematiken aufzuweisen hat.

Die zuletzt getroffene offizielle Angabe der Deutschen Bahn, zum Gesamtpreis von S-21, lag bei etwa 4,2 Milliarden Euro. Nach einer aktualisierten Rechnung könnten die Kosten aber sogar die 6 Milliarden Euro Marke übersteigen.

Der Kostendeckel von den Projektpartnern liegt bei ca. 4,5 Milliarden Euro. Zuletzt getroffene Kalkulationen zeigen aber vielmehr an, dass der eingeplante "Puffer" wohl mehr als ausgenutzt werden wird.

Derzeit heißt es in einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dass die Bahn scheinbar davon ausgehe, dass "mit hoher Wahrscheinlichkeit" zusätzliche Ausgaben von rund 1,1 Milliarden Euro "einschlagen" werden, welche sich wohl "nicht vermeiden lassen würden".

Hierbei stellt man die Vermutung an, dass wohl die Unternehmensberater von McKinsey eine Reihe von Fehlern und Unzulänglichkeiten in der Planung aufgedeckt haben könnten. Insgesamt würden die Gesamtkosten also auf rund 5,3 Milliarden Euro ansteigen.

Zudem würden auch noch die momentan veranschlagten Kosten von 2,9 Milliarden Euro dazu kommen, welche für die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm eingeplant sind. Seitens der Bahn wollte man zuletzt keinen Kommentar zu den möglichen Mehrkosten abgeben und verwies auf die Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch. Weitere Details, siehe Quelle von FAZ.

Quelle: FAZ - Bild: flickr (symbolisch)

  
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