Deutsche Regierung schenkt Großverbrauchern Geld für Stromrechnungen


(C) MiGowa, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

In Deutschland bekommen Industrieunternehmen mit einem hohen Energieverbrauch einen Großteil der Kosten erstattet, welche von Anfang 2013 an wegen des Emissionshandels auf den Strompreis umgelegt werden. An diesem Donnerstag hatte die deutsche Bundesregierung eine entsprechende Förderrichtlinie durchgewunken.

Bei zahlreichen Umweltverbänden stieß das Vorhaben dagegen auf teils scharfe Kritik. Es wurde entschieden, dass die deutschen Energieversorger ab 2013 Zertifikate kaufen müssen, welche für den Betrieb von Gas- oder auch Kohlekraftwerke benötigt werden.

Dies steigert jedoch die Kosten für die Strompreise, speziell bei Betrieben mit einem hohen Energieverbrauch in die Höhe. Aus diesem Grund möchte man mit dem Vorstoß "Sektoren fördern, welche besonders stark im internationalen Wettbewerb stehen".

Dazu zählen etwa die Chemie-, Stahl-, Papier- oder auch die Nichteisenmetallbranche. Künftig sollen jene Unternehmen in Deutschland eine "Kompensation" in der Höhe von 85 Prozent ihrer emissionshandelsbedingten Stromkosten bekommen. Bis 2020 soll dieser Ausgleich dann möglicherweise auf 75 Prozent fallen.

Für das Jahr 2014 rechnet man derzeit mit Kosten von ca. 350 Millionen Euro. Trotz der Einführung in 2013 werden Auszahlungen erst in 2014 möglich sein, heißt es. Diese Regelung stützt sich auf die sogenannte EU-Richtlinie zur "CO2-Kompensation".

Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Rösler gab zur Thematik an, dass man mit dieser Strompreiskompensation Arbeitsplätze erhalten möchte und entsprechend geeignete "Rahmenbedingungen für künftiges Wachstum in Deutschland" setzt.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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