Mordverdacht: McAfee nach Guatemala geflohen


John McAfee

Nach einem Bericht von CNN soll John McAfee (Gründer von McAfee-Software/IT) wohl nach Guatemala geflohen sein. In Belize steht er wohl unter Mordverdacht. In Guatemala wolle er politisches Asyl beantragen. Sein Anwalt Guerra äußerte sich für dieses Vorhaben positiv.

Er sei demnach zuversichtlich, dass McAfee vom Außenministerium in Guatemala einen positiven Bescheid zum Asylantrag bekommen werde. Der Anwalt Telésforo Guerra sagte zur Thematik Mordverdacht, dass sein Mandant im benachbarten Belize deshalb gesucht wird, weil dies politische Gründe habe.

Der dort unter Mordverdacht stehende John McAfee teilte in diesem Zusammenhang mit, dass er dort verfolgt wird, weil er aufgehört hatte der Regierung von Belize, über den Umweg von politischen Parteien, Geld zu zahlen. Er würde jedoch weiterspenden, aber nur an jene, die es wirklich nötig hätten, fügte er hinzu.

Sein Anwalt Guerra hatte zuletzt gesagt, dass McAfee um sein Leben fürchten würde. Da McAfee die Regierung von Belize finanziell unterstützt hatte und diese im Endeffekt immer mehr haben wollte, soll ihm nun dieser Mord angelastet werden, hieß es in den Behauptungen. Was an diesen Äußerungen dran ist, muss wohl abgewartet werden.

McAfee steht in Belize deshalb unter möglichen Mordverdacht, da sein 52-jähriger Nachbar, ebenfalls ein US-Amerikaner, tot in seinem Pool aufgefunden worden war. Seitens der örtlichen Polizei gab man an, dass es wohl keine Spuren auf ein gewaltsames Eindringen ins Haus geben würde - ein Mobiltelefon und auch ein Laptop fehlten aber.

Zuletzt hatte auch der Regierungschef von Belize, Dean Barrow, erklärt, dass er McAfee als "verrückten Paranoiker" ansieht. Man suche den Mann nur, weil er als Zeuge vernommen werden soll. McAfee selbst soll gegenüber dem Online-Magazin Wired angegeben haben, dass er von dem Killer des Nachbarn ebenfalls gejagt wird.

Auf den April dieses Jahres geht zurück, dass McAfee vorübergehend festgenommen wurde, da er mit einem 17-jährigen Mädchen zusammenlebte. Im Haus McAfees entdeckte die Polizei ein regelrechtes Waffenarsenal, darunter sieben Pump-Guns und zwei Handfeuerwaffen.

In einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, von Mitte November dieses Jahres, berichtete man, dass Regierungskreise in Belize davon ausgehen, dass John McAfee Designerdrogen konsumiert, was sein aggressives Verhalten erklären würde.

  
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