Hurrikan Sandy: Viele Haushalte noch immer ohne Heizung und Strom


(C) Mark C. Olsen, 2012, Bild: Wikipedia (gemeinfrei; US Regierung; Air-Force)

Der US-Sender CBS berichtete nun, dass noch immer mehr als 30 000 Häuser im Nordosten der Vereinigten-Staaten ohne Strom und Heizung sind. Nachdem der Hurrikan "Sandy" an der Ostküste der USA gewütet hatte, wurden u.a. auch viele Stromleitungen zerstört.

Im New Yorker Umland seien rund 6000 Häuser und zudem 800 Mehrfamilienkomplexe ohne Heizung, viele der Bewohner würden ihre Wohnungen per Gasherd beheizen. Die Einwohner der in Mitleidenschaft gezogenen Orte sind zwar größtenteils versichert, viele von ihnen beklagen sich aber, bis hute keine Entschädigung erhalten zu haben.

Der US-Fernsehsender berichtete außerdem, dass das Ausmaß der Schäden und auch ein Mangel an Reparaturarbeiten zu teils massiven Verzögerungen geführt hätten. Alleine in New York müssten etwa 6700 Häuser dringend renoviert werden. Rund 2100 Familien seien derzeit noch immer in Hotels untergebracht, was die nationale Agentur für Notstandsituationen (FEMA) bezahlen würde.

Die Hilfsgelder für ruinierte Hausbesitzer sind völlig unzureichend und ermöglichen ihnen nicht, ihre Häuser wieder aufzubauen. Außerdem werden die Versicherungsprämien gegen Flutschäden für die Bewohner der am schlimmsten betroffenen Gebiete stark steigen und viele zwingen, ganz wegzuziehen.

Die angerichteten Schäden und Probleme sind klare Indizien dafür, wie marode die Infrastruktur der Vereinigten-Staaten ist. Ein Großteil der Strom- und Telefonleitungen verläuft noch oberirdisch auf Holzmasten, und obwohl die Stromnachfrage im Land seit 1990 um 25 Prozent gestiegen ist, ging der Bau von Übertragungskapazitäten im gleichen Zeitraum um 30 Prozent zurück.

Nach Angaben der Ingenieursvereinigung ASCE ist jede vierte der 600.000 Brücken instabil oder funktionsunfähig und haben rund 15.000 der insgesamt 85.000 Dämme ein hohes Gefährdungspotenzial. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich, nachdem der Hurrikan Sandy gewütet hatte, mittlerweile auf ca. 63 Milliarden US-Dollar, 131 Menschen kamen in den USA durch direkte Folgen des Sturms ums Leben.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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