Afghanistan: Westerwelle warnt vor Chaos nach Abzug der NATO-Kampftruppen


(C) Janwikifoto, 2010, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Der deutsche Bundesaußenminister Westerwelle hat nun vor möglicher Instabilität in Afghanistan gewarnt. Dies dann, wenn die NATO-Truppen zu schnell aus dem Land abziehen würden. Seitens Westerwelle machte man deutlich, dass man es nicht wolle, dass das Land wieder zurück ins Chaos fällt, sozusagen in ein Machtvakuum - wo der Terrorismus wieder gedeihen könnte.

In Brüssel sagte der deutsche Bundesaußenminister vor den Beratungen der NATO-Außenminister auch, dass man Afghanistan eine "verlässliche Perspektive" geben müsse. Eigentlich ist aus der heutigen Sicht heraus geplant, dass die NATO bis zum Ende des Jahres 2014 die Verantwortung für die Sicherheit des Landes an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben sollen.

Zuletzt wurde aber bekannt, dass die Militärallianz auch darüber hinaus weiter im Land bleiben will, um etwa Ausbildungsmaßnahmen zu unterstützen. Wie groß diese mögliche Anschlussmission werden soll, werde wohl bei der aktuellen Zusammenkunft in Brüssel nicht zur Thematik gehören.

Bei dem Treffen der NATO-Außenminister in Brüssel geht es aber nicht nur um Afghanistan, sondern auch um Georgien. Der Staat strebt nämlich den Beitritt zur Allianz an. Westerwelle sagte diesbezüglich, dass Georgien auch weiterhin seinen erfolgreichen, demokratischen und pro-europäischen Kurs fortsetzen solle.

Im vergangenen Oktober hatte die Partei des russlandfreundlichen Milliardärs Bidsina Iwanischwili die Parlamentswahl gewonnen. Dabei kündigte Iwanischwili unter anderem an, dass man eine Annäherung zu Moskau erreichen will. Gleichzeitig wolle man aber auch den pro-europäischen Kurs weiterverfolgen.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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