Patriot Raketen: Außenminister der NATO beginnen Beratungen in Brüssel


(C) Cantus, 2002, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Am heutigen Dienstag kommen die Außenminister der NATO bei einem Treffen in Brüssel zusammen, um weiter über den Konflikt in Syrien zu beraten. Auch der NATO-Einsatz in Afghanistan steht in den Beratungen an, heißt es.

Am ersten Tag der Zusammenkunft geht es aber auch speziell um die Stationierung der Patriot-Raketenabwehrsysteme im Grenzgebiet der Türkei. Verschiedenen Diplomaten zufolge werde möglicherweise am heutigen Tag mit einem Beschluss zur Sache gerechnet.

Sollte danach auch der Deutsche Bundestag zustimmen, wird nach heutiger Einschätzung auch die Bundeswehr an dem Einsatz beteiligt sein. Seitens der Türkei verlangte man die Stationierung der Raketenabwehrsysteme, da man angeblich mit Raketenbeschuss von Syrien aus rechnet.

Einen anderen Zweck würde die Aufstellung der Patriots nicht erfüllen. Dies stellte zuletzt auch der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen klar. Man würde die zum Einsatz gebrachten Abwehrbatterien lediglich zur Abwehr von anfliegenden Raketen einsetzen.

Rasmussen zufolge würde es sich um eine reine "Verteidigungsmission" handeln und nicht um eine Flugverbotszone über Syrien. Demnach seien die Patriot-Systeme derart ausgelegt, dass diese nur Raketen abfangen können, jedoch keine Kampfflugzeuge. Insgesamt gelte der Einsatz als "Abschreckung".

Ende November hatte die Türkei die Stationierung der Patriot-Systeme an der türkischen Grenze beantragt, um so entsprechende "Schutzmaßnahmen gegen mögliche Angriffe aus dem Konfliktland Syrien" vorzuhalten.

Doch nicht nur der Schutz vor möglichen Raketenangriffen war seitens der Türkei in den letzten Monaten im Gespräch, das Land hatte auch immer wieder die Einrichtung einer Flugverbotszone über dem Norden des Nachbarlandes verlangt.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte