Griechenland: Weiterhin negative Aussichten für das Eurokrisenland


(C) Pitichinaccio, 2005, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Alles wird gut, heißt es in manchem Märchen der Grimms. Mit Blick auf Griechenland muss man jedoch sagen, dass die Lage alles andere als gut ist. Trotz der verpulverten Milliarden, ist die Lage in Griechenland nicht nur ernst, in manchen Fällen gar katastrophal.

Die Apotheken geben Medikamente nur noch gegen Bargeld ab, Stromabstellungen sind keine Seltenheit und die griechische Notenbank sagt auch für das kommende Jahr eine weiter anhaltende Rezession voraus. Mit einem kleinen Lichtblick, zumindest aus der heutigen Sicht heraus.

Wegen der harten Sparmaßnahmen verkommt Griechenland immer mehr zum Dritte-Welt-Staat. Dadurch und auch wegen geringer Investitionen sieht die Bank of Greece weiterhin eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Leistung. Im kommenden Jahr soll diese zwischen vier oder viereinhalb Prozent betragen.

Das griechische BIP würde dann, tritt diese heute angenommene Schrumpfung ein, wovon ausgegangen werden muss, auf einen Wert von 164,3 Milliarden Euro fallen. Bedeutet, das gesamte Wachstum, seit der Einführung des Euros, wäre weg. Noch im Jahr 2001, als man den Euro einführte, hatte Griechenland ein BIP von 165 Milliarden Euro.

Die griechische Zentralbank zeigte sich sehr besorgt um die Lage der Wirtschaft, diese ist seit dem Ausbruch der Krise um circa 20 Prozent gefallen, also ähnlich dramatisch wie in der damaligen Weltwirtschaftskrise des Jahres 1929. Mittlerweile steckt Griechenland das fünfte Jahr in Folge in der Rezession fest.

Derzeit rechnet man seitens der Bank of Greece aber auch vor, das die Lage möglicherweise 2014 "aufwärts gehen könnte". Wegen der Sparmaßnahmen und breiter Kürzungen sei einiges "an Boden gutgemacht worden", die griechische Wirtschaft habe ihre Wettbewerbsfähigkeit größtenteils wiedergewonnen, heißt es.

Quelle: Focus - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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