Deutschland: Reeder werden mit mehr als 57 Millionen Euro gestützt


(C) Jean Pierre Hintze, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Da die deutsche Schifffahrt deutlich unter den wirtschaftlichen Irritationen zu leiden hat, will die deutsche Bundesregierung nun dieser unter die Arme greifen. Im kommenden Jahr erhält die deutsche Schifffahrt demnach staatliche Unterstützungsleistungen in der Höhe von 57,8 Millionen Euro.

Dieser Schritt wurde zur Stärkung des maritimen Bündnisses beschlossen, heißt es. An diesem beteiligt sind Reeder, Gewerkschaften und die deutsche Bundesregierung.

Direkte Schiffsfinanzierungen oder auch sog. Abwrackprämien sind nach den Worten des maritimen Beauftragten der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto (FDP), jedoch abgelehnt worden. Jene Forderungen sollten über die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geleistet werden.

Man stellte den Reedereien nun steuerliche Erleichterungen, etwa bei Versicherungen, und auch bei der Verschrottung von Schiffen in Aussicht. Nach einem Bericht der „WirtschaftsWoche“ wurden diesbezüglich wohl erfolgreich Gespräche geführt, so Otto gegenüber dem Blatt. Die Maritim-Wirtschaft hat dem WW-Bericht zufolge etwa 380.000 Mitarbeiter und setzt jährlich etwa 50 Milliarden Euro um.

Das ZDF und die Reederei Peter Deilmann haben ihren Vertrag bis Ende 2017 verlängert, hieß es zuletzt in verschiedenen Medienberichten. Zudem wurde ein Betriebsrat eingeführt.

Im Sommer dieses Jahres war die Reederei in den Fokus gerückt, als bekannt wurde, dass die MS Deutschland aus Kostengründen wohl künftig nicht mehr unter der Flagge Deutschlands, sondern jener von Malta fahren würde. Nach heftigen Protesten nahm man von diesem Vorhaben jedoch wieder Abstand, forderte zugleich aber Unterstützung von der Politik.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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