Der Vorgang einer chemischen Reaktion


Antoine Lavoisier entwickelte die Theorie zur Verbrennung als chemische Reaktion mit Sauerstoff

Die chemische Reaktion ist ein Vorgang, bei dem Stoffe (Ausgangsstoffe) in andere Stoffe (Reaktionsprodukte) mit neuen Eigenschaften umgewandelt werden. Sie lässt sich durch eine chemische Gleichung ausdrücken.

Die Gesamtmasse der an einer chemischen Reaktion beteiligten Stoffe ändert sich nicht (Gesetz von der Erhaltung der Masse). Das Wesen einer chemischen Reaktion besteht in der Umordnung von Atomen oder Ionen oder in der Umwandlung beider Teilchenarten ineinander.

Es verändern sich gleichzeitig die chemischen Bindungsverhältnisse. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist abhängig von der Konzentration und der Temperatur. Jede chemische Reaktion ist mit physikalischen Erscheinungen verbunden (Wärme, Licht).

Die bei einer exothermen Reaktion freiwerdende und die bei einer endothermen Reaktion aufgenommene Wärme heißt Reaktionswärme. Die zum Auslösen einer chemischen Reaktion notwendige Energie wird Aktivierungsenergie (geprägt 1889 von Svante Arrhenius) genannt.

Eigene Versuchsmöglichkeiten können mit einem passenden Set, welches im Fachhandel zu kaufen ist, selber durchgeführt werden. Während viele Stoffe den zur Reaktion notwendigen Energieinhalt bereits bei Zimmertemperatur besitzen, muss Energie bei vielen chemischen Reaktionen in Form von Wärme oder Licht erst zugeführt werden.

Viele chemische Reaktionen sind umkehrbar. Die Gleichgewichtsreaktion führt zu einem chemischen Gleichgewicht, wobei im Endzustand sowohl Ausgangsstoffe als auch Reaktionsprodukte in bestimmtem Verhältnis nebeneinander vorliegen.

Die Geschwindigkeit der Einstellung eines chemischen Gleichgewichts kann durch Katalysatoren (von der Katalyse) beeinflusst werden, die Lage des chemischen Gleichgewichts durch Veränderung der Temperatur, der Konzentration, des Drucks.

  
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