Monopol befürchtet: Deutsche Telekom und das schnellere Internet


(C) Qualle, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Wie nun bekannt wurde, scheint die sog. Monopolkommission wohl nicht derart beglückt von den Plänen der Deutschen Telekom zu sein, wie man bisher angenommen hatte. So stießen die Pläne des deutschen Konzerns, für den Bau eines superschnellen Breitbandnetzes, auf Widerspruch bei der Kommission.

In einem Bericht der FAZ (Frankfurter Allgemeinen Zeitung) hieß es zu dieser Thematik, dass durchaus die Gefahr dafür bestehe, dass auf "der letzten Meile ein neues Monopol" entstehen könnte, worunter der Wettbewerb zu leiden hätte.

Seitens der Deutschen Telekom macht man angestrebte Milliardeninvestitionen davon abhängig, ob die gegebene Marktregulierung gelockert wird und der Konzern so die Kupferleitungen von den Schaltkästen in den Haushalten nicht länger ihren Konkurrenten überlassen muss.

Doch dies müsse erledigt werden, wenn das "superschnelle Breitbandnetz" kommen soll. Mit Hilfe der sog. Vectoring-Technik soll eine deutlich höhere Breitbandgeschwindigkeit erreicht werden. Doch der Vorsitzende der Monopolkommission, Daniel Zimmer, hält davon eher nichts.

Gegenüber der FAZ machte er deutlich, dass die von der Telekom anvisierten Bedingungen Gefahr dafür bieten würden, dass ein Technologiemonopol entstehen könnte. Würde dies geschehen, würden auch die Investitionen von Wettbewerbern entwertet, womit dann auch verknüpft ist, dass der Breitbandausbau außerhalb der größeren Städte zurückgeworfen wird.

Zimmer spricht sich eher für ein sog. "Windhundverfahren" aus. Die Turbotechnik „Vectoring“ soll immer jenes Unternehmen einsetzen dürfen, das als erstes eigene Glasfaser an einen Schaltverteiler heranführt.

Die Deutsche Telekom will das bislang nicht. Der Konzern wolle den Wettbewerbern bisher lediglich bei bereits erschlossenen Verteilerkästen erlauben, die neue Technologie einzusetzen und ihnen damit einen "Bestandsschutz" gewähren.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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