Studenten in Deutschland: Konsum von Psychopharmaka stark angestiegen


(C) Würfel, 2006, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die deutsche Techniker Krankenkasse hat einen drastischen Anstieg des Konsums von Psychopharmaka bei deutschen Studenten feststellen müssen. Dies geht aus einer Studie der TK hervor. Im Jahr 2010 hat demnach statistisch gesehen ein Student 13,5 Tagesdosen mehr Psychopharmaka erhalten, als noch im Jahr 2006.

In 2010 stieg der Konsum somit um 55 Prozent im Vergleich zu 2006 an. Dabei stellte man generell fest, dass der Verbrauch besonders bei Hochschülern in die Höhe geschossen ist, im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Berufstätigen.

In der Studie untersuchte man die gesundheitlichen Gegebenheiten von Studenten und auch jungen Berufstätigen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Bei der Gruppe der gleichaltrigen Berufstätigen erhöhte sich die Quote von 7,1 Dosen im Jahr 2006 auf etwa 9,9 Dosen im Jahr 2010, ein Zuwachs von 39 Prozent.

In der untersuchten Altersklasse stieg zwischen den Jahren 2006 und 2010 vor allem die Rate der verordneten Antidepressiva deutlich an, nämlich um mehr als 40 Prozent. Frauen sind nach der Studie wohl deutlich häufiger betroffen als Männer.

Frauen liegen mit einer gestellten psychischen Diagnose bei 30 Prozent und Männer bei etwa 13 Prozent. Aus welchem Grund die Verordnungsrate der Psychopharmaka bei Studenten oder jungen Berufstätigen angestiegen ist, wurde seitens der Techniker Krankenkasse (TK) nicht genannt.

Man verwies jedoch auf eine Umfrage aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfahlen, bei der sich zeigte, dass viele der Studenten sich in der heutigen Zeit häufig gestresst fühlten. Dies hänge hauptsächlich mit Zeitnot, Prüfungsstress oder auch finanziellen Problemen zusammen, stellte man dort fest.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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