Nach Mohammed Video: Todesurteile gegen christliche Auswanderer in Ägypten


(C) Frank Schulenburg, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Nach dem "Demokratisierungsprozess" (Sturz Mubarak) in Ägypten hat nun ein dort beheimatetes Strafgericht sieben christliche Auswanderer wegen des Mohammed-Videos zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde dabei in Abwesenheit der Angeklagten in Kairo gefällt.

Die gebürtigen Ägypter sollen sich Medienberichten zufolge in den USA und auch in Australien aufhalten. Die endgültige Urteilsverkündung soll wohl erst im kommenden Jahr erfolgen, am 29. Januar 2013. Der sog. "Mufti" der ägyptischen Republik muss dem Todesurteil noch zustimmen.

Grund für die Todesurteile ist die "Teilnahme an der Produktion" des umstrittenen Mohammed-Films. Der Prophet Mohammed wird in diesem Video verschiedenartig diffamiert. In dem Prozess wurde der Film dementsprechend als Beweismittel gegen die angeklagten Personen (sieben koptische Christen) eingebracht.

Moslems weltweit sahen sich durch das Video beleidigt. Bei den Protesten kamen etwa dreißig Menschen ums Leben. Der mutmaßliche Drahtzieher hinter dem islamfeindlichen Mohammed-Video ist wegen Verletzung von Bewährungsauflagen von einem US-Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt worden.

Zuletzt gab es in Ägypten teils heftige Proteste gegen die von Präsident Mohammed Mursi verhängten Dekrete. Am Dienstagabend kamen über 300.000 Personen auf dem Tahrir-Platz in Kairo zusammen, um dagegen zu demonstrieren. In der Nacht auf Mittwoch war es in zahlreichen nördlichen Provinzstädten zu Straßenkämpfen gekommen. In der Industriestadt Al-Mahalla zählte man am Morgen etwa 300 Verletzte.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte