Monsanto Genmais NK603: EFSA weist Studie aus Frankreich erneut zurück


(C) Christian Fischer, 2011, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Seitens der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat man nun eine Studie zu den Gesundheitsgefahren von Genmais erneut zurückgewiesen, da keine Notwendigkeit einer Überprüfung bestehen würde, teilte man mit.

In diesem Fall ging es um eine Genmaissorte des US-Unternehmens Monsanto. Die EFSA bemängelte die Studie derart, dass diese nicht nach wissenschaftlichen Standards erarbeitet worden sei.

Man sagte dazu, dass aufgrund "schwerwiegender Mängel im Hinblick auf Design und Methodik" die Studie des Forschers Gilles-Eric Séralini nicht die anerkannten wissenschaftlichen Standards erfüllte und daher auch keine erneute Überprüfung der Studienergebnisse stattfinden wird.

Es bestehe dementsprechend auch keine Notwendigkeit dafür, dass die früheren Sicherheitsbewertungen für die genetisch veränderte Maissorte NK603 zu überprüfen sind.

Seitens des französischen Wissenschaftlers Gilles-Eric Séralini stritt man sich zuvor mit der EFSA bezüglich der Datenherausgabe. Damals forderte er, „vielmehr müsse die EFSA ihre Daten veröffentlichen“, auf deren Grundlage die Behörde den Genmais NK603 und das Pestizid Roundup als unbedenklich einstuft, so der Franzose Anfang Oktober.

Dabei machte Séralini deutlich, dass es "ein Skandal sei, dass die EFSA ihre Daten geheim halte". In seiner Studie zeigte der Wissenschaftler unter anderem an, dass festgestellt wurde, dass Laborratten, welche mit dem benannten Genmais gefüttert wurden, riesige Tumoren gebildet hatten.

Im Gegensatz zu Industrie-Studien, die nach 90 Tagen abgebrochen werden, sammelte man über zwei Jahre hinweg Daten zu den Risiken des Gentechnik-Maises. Trotz einiger methodischer Mängel zeige die von der EFSA zerrissene Studie von Séralini und seinen Kollegen „ein deutlich höheres wissenschaftliches Niveau“ als die der Gentechnik-Industrie.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch für "Mais")

  
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