Schachtschneider zur Eurokrise: Widerstand gegen das narzisstisch dominierte System


Prof. Karl Albrecht Schachtschneider im Interview

Im langfristigen Plan war der Euro schon immer als die zusammenführende Kraft geplant, es sollte ein Europa der Völker werden, so die damaligen Lockungen. Einmal im gegenseitig abhängig machenden System, wird es nur schwer werden, dem Moloch Europäische Union wieder entfliehen zu können.

Entsprechende Vorsorgemaßnahmen wurden getroffen, damit die verschiedenen Staaten "zusammenhalten", notfalls auch per Zwang. Dass die Formung der Europäischen Union dabei nur ein weiterer Schritt hin zu einem Großstaat ist, sollte in den informierteren Kreisen kein Geheimnis mehr sein.

In einem Interview mit Michael Mross hat sich der Staatsrechtler Prof. Karl Albrecht Schachtschneider nun zu den vorherrschenden Irritationen in der sog. "Eurokrise" geäußert. Er malt ein eher düsteres Szenario für die Zukunft der EU und des Euros. Die Gemeinschaftswährung Euro funktioniert nicht, doch trotzdem versucht die (führende) Politik jene "friedensstiftende" Gemeinschaftswährung mit allen Mitteln zu verteidigen – koste es, was es wolle (nicht nur Geld gemeint).

Video:


YouTube Standard-Lizenz (ToS; Term: 6. C.) – 24/11/2012 [Org; Link]

Am Ende steht nach Ansicht von Schachtschneider ein Megamoloch, ein narzisstisch dominierter Bürokratie-Apparat, ja eine Diktatur. Um diese Okkupation des Rechts aufzuhalten, muss nun der grundgesetzlich garantierte Widerstand zum Ausdruck gebracht werden, natürlich mit nicht das Recht verletzenden Mitteln.

Die Menschen haben hier einen klaren Nachteil, müssen sie sich doch an diese Gesetze halten. Jene Strukturen der oberen Politik setzen sich hingegen permanent darüber hinweg. Die künstlich hoch-utopisierte Gemeinschaftswährung "Euro" ist nach Ansicht Schachtschneiders bereits gescheitert.

Die europäische "Südschiene" wird keine Chance haben unter der Gemeinschaftswährung zu gesunden und sich positiv zu entwickeln. Der Euro dient vielmehr dazu einen Großstaat zu manifestieren, unter Regie von Brüssel und angeleitet von externen Kräften. Darin mit eingeschlossen ist der stetige Abbau von nationaler Souveränität.

Alleine diese Worte schon anzusprechen, wird heute in den etablierten Medien derart verdreht, als sei man ein Neonazi, Verschwörungstheoretiker, Globalisierungsgegner oder auch Terrorist. Jeder der nicht auf dem Utopia-Zug "Global" aufgesprungen ist, „scheint einen an der Waffel“ zu haben - denn er will ja die scheinbar gutgemeinte Zusammenschmelzung aller Systeme verhindern.

Ist dieser Schritt jedoch erst einmal getan, dann wird das vorherrschende System sicherlich nicht mit "Demokratie" zu bezeichnen sein – die wahre Maske wird sich zeigen. Um in jene anvisierte globale Stellung zu geraten, muss man die Menschen ein paar Jahrzehnte lang Freiheit gewähren, einen Generationswechsel abwarten (Aufbauphase) und schon wird es keinen Widerstand geben, ist es erst einmal etabliert.

 

Ganz wie Rothschild (1863) es bereits deutlich machte:

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“

 

Eine „Krise“ kann man „hegen und pflegen“, denn dadurch ist es erst möglich, dass neue „Dinge“ etabliert/umgebaut (etwa Kontrollstrukturen) werden können.

 

Wie soll man auch sonst das folgende verstehen?

Bei einer Talkrunde beim Sender Phoenix machte Wolfgang Schäuble deutlich:

Wir brauchen andere Formen internationaler Governance, als den Nationalstaat…Und heute schaffen wir etwas Neues…Ich bin bei aller krisenhafter Zuspitzung im Grunde entspannt, weil wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten Veränderungen durchzusetzen größer.

 


Ein weiteres Beispiel geht bereits auf das Jahr 1999 zurück, als der geehrte Herr Juncker (heutiger Vorsitzender der Euro-Gruppe) folgendes im Spiegel geäußert hat:
“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.” – zitiert von Dirk Koch: Die Brüsseler Republik. Der SPIEGEL 52/1999 vom 27. Dezember 1999, S. 136

 

Anbei möchten wir Ihnen auch noch das folgende Video empfehlen. Hier führte Jürgen Elsässer (Compact-Magazin) mit dem Staatsrechtler Schachtschneider ein spannendes Gespräch, in Bezug zu den Thematiken Eurokrise, Souveränität Deutschlands und mehr.

Video: Eurokrise, Deutschlands Souveränität – Schachtschneider und Elsässer im Gespräch

 

Da man an dieser Stelle sicherlich nicht die gesamte Komplexität des "größeren Spiels", welches die meisten wohl eher nicht durchschauen, beschreiben kann - füllt ganze Bücherregale -, können wir Sie auf die folgende Videoaufzeichnung aufmerksam machen. Recentr.tv mit Alex Benesch. In dieser zeichnet man einen groben Querschnitt über die anstehenden geo-strategischen Dinge und nimmt Bezug auf die kommenden "Irritationen".

Video: Eine Neuordnung der Welt

 

 

Quelle (Video-Interview/Schachtschneider): MMnews

  
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