Russland verhängt Stopp zur Einfuhr von Fleischrohstoffen aus Deutschland


(C) Alpha, 2010, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nach russischen Medienberichten wird wohl ab dem 10. Dezember 2012 ein Verbot zur Einführung von Rohstoffen für die Produktion von Fleischerzeugnissen aus Deutschland in Kraft gesetzt, diese dürften demnach nicht mehr nach Russland eingeführt werden.

Grund seien hier etwa Probleme mit ausgestellten Zertifikaten, hieß es. Bei elf deutschen Unternehmen hatte man zuletzt solche Probleme feststellen müssen, teilte die russische Agraraufsichtsbehörde am Freitag mit.

Ebenfalls merkte man in diesem Zusammenhang an, dass teilweise auch Fleisch, welches in Deutschland verarbeitet wird, aus Drittländern wie etwa China und Pakistan stammen würde. Da dieses Fleisch auch für den russischen Markt verarbeitet wird, werde man zum 10. Dezember dieses Jahres die Einfuhr von Fleischrohstoffen aus Deutschland stoppen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX bestätigte der russische Behördenchef Sergej Dankwert diese Angaben. Nun seien die nächsten Lebensmittelkontrollen in Deutschland für den Feb. 2013 geplant.

Über die Einfuhr von Fleischrohstoffen aus Deutschland hinaus wird seitens der russischen Behörde auch ein Importstopp von fertigen Milchprodukten aus Bayern, als auch fertige Fleischerzeugnisse aus den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein in Erwägung gezogen, teilte man weiter mit.

Der Behördenchef Sergej Dankwert mahnte zuletzt an, dass europäische Fleischlieferanten wohl noch immer das von Russland verhängte Verbot für die Einfuhr von derartigen Erzeugnissen umgehen würden.

Die russische Agraraufsicht stelle in der Vergangenheit immer wieder fest, dass fertige Fleischprodukte aus der Europäischen Union Rohstoffe aus dritten Ländern und aus der Produktion einiger europäischer Betriebe enthielten, deren Erzeugnisse nicht nach Russland exportiert werden dürfen.

„So wird unser Verbot gezielt umgangen. Und wir erhalten Erzeugnisse, die wir eigentlich nicht wünschen“, sagte Dankwert. „So wurden in europäischen Fleischerzeugnissen mehrmals Geflügelfleisch aus Thailand oder Zutaten aus der Produktion Pakistans und des Irans nachgewiesen.

Dabei fordern die Europäer von uns, dass wir bei der möglichen künftigen Lieferung unserer Erzeugnisse nach Europa über die gesamte Produktionskette und über die verwendeten Rohstoffe Aufschluss geben. Aber wir können nicht verstehen, warum sie (Europäer) sich so wundern, wenn wir das Gleiche von ihnen verlangen.“

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

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