Deutschland: Bundesweit fehlen circa 70.000 Wohnungen für Studenten


(C) Brendel, 2005, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.5)

Zur Thematik der Studentenwohnungen in Deutschland gab es in der Vergangenheit immer wieder verschiedensten Diskussionsbedarf. Nun meldet sich der deutsche Bundesbauminister Peter Ramsauer zu Wort, mit mahnenden Worten.

Nach seinen Angaben würden in Deutschland etwa 70.000 Studentenwohnungen fehlen. In einem Interview mit dem deutschen Magazin "Spiegel" sagte Ramsauer dazu: "Es kann nicht sein, dass wir in den Stadtzentren nur noch aufpolierte Luxusapartments sehen und preiswerter Wohnraum immer mehr verschwindet".

Es müssten deutlich mehr Wohnungen vorhanden sein, welche "ordentlich und auch bezahlbar" sind. Da dieser Mangel sicherlich nicht per Fingerschnips aus der Welt geschaffen werden kann, unterstrich Ramsauer seine bisherige Forderung, dass leer stehende Bundeswehr-Kasernen in Studentenwohnheime umgewandelt werden sollten.

In der deutschen Stadt Augsburg würde dies bereits praktiziert werden und wohl auch gute Ergebnisse liefern - Ramsauer: "Hier müssen wir ansetzen". Am kommenden Dienstag trifft sich der Bundesbauminister mit Vertretern der Immobilienwirtschaft und der Studentenwerke.

Hier wolle man über das vorherrschende Problem mangelnder Wohnungen für Studenten beraten, heißt es. Mit Blick auf verschiedene deutsche Bundesländer, wie etwa Berlin, erhob Ramsauer teils schwere Vorwürfe.

Diese würden den Bau von günstigerem Wohnraum nicht schnell genug voranbringen und auch das vom Bund für diesen Zweck bereitgestellte Geld nicht nutzen, sagte er. Am kommenden Dienstag soll auch dies auf dem Treffen diskutiert werden, sagte Ramsauer. Er wolle wissen, warum etwa deutsche Bundesländer wie Berlin, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern keine Bundesgelder für den sozialen Wohnungsbau abriefen.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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