Auch nach 2014 könnten mind. 10.000 US-Soldaten in Afghanistan bleiben


(C) SSGT AARON D. ALLMON II, USAF, 2004, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Nach einem aktuellen Bericht des "Wall Street Journals" will die US-Regierung nach dem offiziellen Abzug von US-Truppen aus Afghanistan weiterhin etwa 10.000 Soldaten am Hindukusch belassen.

Quelle für diese Information war eine nicht näher benannte, jedoch ranghohe Quelle der US-Regierung, heißt es in dem Bericht. Diese Pläne, der begrenzten Truppenbelassung, würden wohl den Forderungen des US-Oberkommandierenden in Afghanistan, General John Allen, entsprechen, heißt es weiter.

Dieser hatte zuvor eine generelle Truppenstärke zwischen 6.000 und 15.000 Soldaten als Empfehlung abgegeben. Experten waren wiederrum der Meinung, dass nach dem Abzug der US-Truppen im Jahr 2014 mind. 30.000 Soldaten nötig sein werden, um die Region "sicher zu halten".

Offizieller Zweck seien Unterstützungs-/Ausbildungsmaßnahmen für afghanische Truppen, damit diese "besser gegen Extremisten vorgehen könnten". Aus der heutigen Sicht heraus sind circa 67.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert, weitere 37.000 Soldaten der NATO und etwa 337.000 Soldaten und die Polizei aus Afghanistan selbst kommen hinzu.

Die festeren Gespräche über den geplanten Truppenabzug wurden Mitte November dieses Jahres aufgenommen, hier wurden auch verschiedene Gespräche mit der afghanischen Regierung über die verbleibenden US-Truppen in dem Land geführt.

Nach den zuletzt getätigten Aussagen des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai soll dieser dem "Vernehmen nach" Bereitschaft für eine weitere Truppenbelassung im Land gezeigt haben. Dabei muss jedoch angemerkt werden, dass Karsai forderte, dass künftig, nach dem offiz. Truppenabzug, US-Soldaten unter die afghanische Gerichtsbarkeit gestellt werden müssen.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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