Turgut Özal: Polonium und andere Gifte bei Autopsie entdeckt


(C) World Economic Forum, 2004, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Bereits in der Vergangenheit gab es die verschiedensten Spekulationen um den Tod des ehemaligen Präsidenten der Türkei, Turgut Özal. Nun gibt es ein Ergebnis zur Autopsie. So heißt es in einem Artikel von "Todays Zaman", dass in den sterblichen Überresten Özals wohl verschiedene Substanzen entdeckt wurden.

Hier sprach man von vier verschiedenen Giften. Im vergangenen Oktober dieses Jahres ordnete man eine Autopsie des EX-Präsidenten an, um so die genaue Todesursache abzuklären. Bei den entdeckten Giften handelt es sich um das Insektizid DDT, das Schwermetall Cadmium sowie die beiden radioaktiven Substanzen Polonium und Americium, so der Bericht.

Man wollte sich zwar nicht direkt darauf festlegen, dass Özal durch diese Gifte verstorben ist, doch es gibt durchaus eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Ex-Präsident durch Einwirkung dieser Substanzen/Gifte verstarb, heißt es. So stellte man es auch im Autopsie-Bericht fest, welcher demnächst an die Justiz übergeben werden soll.

Im Oktober 2012 hatte die türkische Justiz Özals Exhumierung angeordnet, da man vermutete, dass es beim Tod des ehemaligen Präsidenten "nicht mit rechten Dingen" zugegangen sei und ggf. ein verdeckter Mordanschlag auf den Politiker erfolgte.

Im Jahr 1993 war der türkische Präsident verstorben, damals hieß es offiziell, dass Herzversagen schuld am Tod gewesen sei - also ein natürlicher Tod, bedingt durch Vorbelastungen. Dies begründete man u.a. damit, da Özal bereits in der Vergangenheit Probleme mit dem Herzen hatte, er musste vor seinem Tod bereits, in den 1980er Jahren, drei Bypass-Operationen über sich ergehen lassen. Doch nur kurze Zeit nach seinem Tod kamen verschiedene Spekulationen auf, auch von seiner Frau Selma - hier glaubte man an ein Komplott gegen ihn.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte