Schmitz: Anwalt schlägt Milliardenklage gegen US-Regierung + MPAA vor


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Nach einem Bericht einer neuseeländischen Zeitung rät ein Anwalt KimDotCom (alias Kim Schmitz) zur Klage gegen die US-Regierung und MPAA. Dies aus dem Grund, da diese aktiv daran beteiligt gewesen sein sollen, um Megaupload um Co. (das sog. Mega-Netzwerk) "zu killen".

In dem Bericht der Zeitung heißt es, dass die bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde FBI wohl gezielt Filmdateien als Beweismittel zum Einsatz gebracht hätte, welche Schmitz wegen einer früheren Durchsuchung gegen Ninjavideo aufbewahren sollte.

Seitens KimDotCom, welcher der Kopf hinter dem Sharehoster Megaupload war, hält man die Klageanstrengungen "für möglich". In einer Kurzmitteilung auf der Plattform Twitter gab er zu verstehen:

"Ein Anwalt meint: Wir können die US-Regierung und die MPAA wegen der Zerstörung unseres Unternehmens auf Schadensersatz in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar verklagen".

Nachdem Anfang dieses Jahres ein Spezial-Einsatzkommando auf dem Grundstück des Deutschen, mit Wohnsitz in Neuseeland, eingefallen war, wurden Schmitz und vier weitere Individuen, enge Mitarbeiter, verhaftet und diverse Dinge beschlagnahmt, etwa luxuriöse Autos, Konten etc.

Die USA forderten die Auslieferung des gewieften Geschäftsmannes. Seitens der US-Behörden führt man Vorwürfe bezgl. "Urheberrechtsverletzungen" an, u.a. aus diesem Grund haben die US-Behörden auch die Plattform Megaupload offline genommen. Derzeit ist Schmitz auf Kaution frei - bzw. "KimDotCom".

Im Fall "Ninjavideo" hieß es in einem damaligen Bericht der Zeitung "New Zealand Herald", am 24.11.2012, dass bei einer Durchsuchungsaktion 39 illegale Filmkopien bei Megaupload gespeichert waren. Damals hatte man seitens Megaupload mit den US-Behörden kooperiert.

Nach den Angaben von Schmitz hätte das FBI damals gefordert, dass die Filmdateien aufbewahrt werden sollen. Im Jahr 2012 dann hieß es seitens des FBIs, als Vorwurf gegen Schmitz, dass diese Filme nicht gelöscht worden sind - dies würde die "Unterstützung von Urheberrechtsverletzungen belegen".

Außerdem warf man dem gesamten "Konzept Megaupload" vor, dass dieses hauptsächlich zur Begehung von Urheberrechtsverletzungen eingesetzt worden sei, um etwa Videos, Musik, Spiele, Software etc. zu verbreiten.

Im Mai 2012 lehnte das deutsche Frankfurter Landgericht ein Rechtshilfeersuchen im Zusammenhang mit Megaupload und Schmitz (aka DotCom) ab. Das Gericht beschloss (Aktenzeichen 5/28 Qs 15/12), dass das Rechtshilfeersuchen der USA abgelehnt werden muss, weil nach deutschem Recht nicht eindeutig eine Urheberrechtsverletzung vorläge.

Allenfalls eine Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung könnte wohl angenommen werden. Im Internet gibt es verschiedene Spekulationen, dass "Strukturen" der USA selbst fleißig "hochgeladen" haben, sozusagen das potenzielle Opfer gefüttert hätten, welches danach hochgenommen wurde.

Durchaus vorstellbar, bei den "interessanten Aktionen" welche der Inlandsgeheimdienst in den letzten 40 Jahren gefahren hat, ggf. auch ausgelagert auf extern-angeleitete Strukturen. Wobei hier natürlich keine Beweise vorliegen, dass dies so praktiziert wurde.

Quelle: Golem

  
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