Peer Steinbrück: Hilfen für Griechenland könnten sehr viel Geld kosten


(C) Dirk Vorderstraße, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0)

Dass die "Rettungskosten" für Griechenland in Zukunft zu heftigen Belastungen führen werden, hatten verschiedene Beobachter bereits vor geraumer Zeit feststellen müssen. Nun klemmt sich auch der SPD-Kanzlerkandidat in diese Thematik ein. Peer Steinbrück sagte im Zusammenhang mit den Griechenlandhilfen, dass mögliche Milliardenverluste auf die Gläubiger zukommen könnten.

Den deutschen Bürgern müsse gesagt werden, wie die Lage wirklich ist, wenn es zu einem Ausfall der Kredite kommt - so Steinbrück gegenüber der deutschen "BILD am Sonntag". Aus der aktuellen Sicht heraus betonte er zwar, dass Deutschland bislang "keinen Cent" für die Rettung bezahlen musste, sondern nur Garantien übernommen hat, doch es sei gut möglich dass diese Garantien fällig werden.

Nun müssten die Deutschen für den weiteren Zusammenhalt "Europas" (Anmerkung: er meinte wohl die Europäische Union) "Opfer bringen", so Steinbrück. Auch zum zeitlichen Horizont äußerte sich der SPD-Mann.

Hier gab er zur Thematik Griechenland an, dass das Land auch in den kommenden acht Jahren noch nicht auf die Kapitalmärkte zurückkehren wird, bis dahin werden wohl "Brücken" nötig sein. Steinbrück dazu: "Für diese Brücken müssen wir sorgen, und das kostet Geld".

Seit Juni dieses Jahres wartet die griechische Regierung in Athen auf die Freigabe der nächsten Kredittranche, mit einem Volumen von mehr als 31 Milliarden Euro. Diese wurde im Februar dieses Jahres vereinbart. Als Gegenmaßnahme setzt die griechische Regierung, für diese "Hilfsgelder", im Land drakonische Sparmaßnahmen durch, weitere werden gefordert.

Mit Blick auf das kommende Jahr rechnen verschiedene Experten mit einem weiteren anziehen "der Daumenschrauben für die griechische Bevölkerung". Der Widerstand gegen die bisherigen und aktuellen Sparmaßnahmen ist aber aus der heutigen Sicht heraus bereits massiv. Am kommenden Montag werden die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds über weitere "Maßnahmen" für Griechenland beraten.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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