NSU: Beate Zschäpe wird wohl auch vor Gericht weiter schweigen


Bild Polizei / DE / BN / BKA

In einem aktuellen Bericht der deutschen Zeitung "Süddeutsche" heißt es im Fall zur NSU-Terroristen Beate Zschäpe, dass diese vor Gericht keine Angaben machen wird und weiter schweigen möchte. Seitens des Anwalts, Wolfgang Heer, gab man gegenüber der Süddeutschen an, dass diese Option wahrgenommen wird.

Man könne aus der heutigen Sicht heraus jedoch nicht sagen, ob diese Ankündigung auch über den gesamten Prozess Bestand hat. Die Berliner Anwältin von Zschäpe, Anja Sturm, sagte dazu, dass in einem Hauptverfahren viele Entwicklungen möglich seien, welche man nicht vorhersagen könne.

Bereits in den vergangenen zwölf Monaten hatte Zschäpe beharrlich geschwiegen. Nach der Meinung der deutschen Bundesanwaltschaft ist Zschäpe möglicherweise die letzte überlebende Person aus dem Zirkel des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund), die beiden anderen männlichen Personen hätten sich angeblich gegenseitig selbst getötet.

Beate Zschäpe muss sich mit vier anderen Helfern der Terror-Zelle Chemnitz demnächst vor Gericht verantworten. Zur Last gelegt werden ihr Mittäterschaft bei zehn Morden und auch weitere Straftaten. Seitens der Zschäpe-Anwälte warf man dem deutschen Generalbundesanwalt Harald Range vor, dass dieser ihre Mandantin vorverurteilen würde.

Dies aus dem Grund, weil er frühzeitig von der Kronzeugenregelung gesprochen und diese gleichermaßen abgelehnt hatte. Die Anwälte betonten, dass Zschäpe den Prozess wohl nicht für Propaganda nutzen wird. Zuvor kam in der breiten Medienlandschaft ein ominöser Brief zum Vorschein, welcher angeblich von dem norwegischen Täter Anders Breivik verfasst wurde.

Dieser sollte Zschäpe in das Gefängnis Köln-Ossendorf zugestellt werden, wurde zuvor jedoch von der Justiz abgefangen und landete dann, einige Monate später, in deutschen Medien. In Polen gab es, bezgl. Breivik, einen ähnlichen Zwischenfall. Hier sollte wohl ein Sprengstoffanschlag auf das polnische Parlament verübt werden. Ermittler hätten demnach die "Verbindungen" Breiviks nachvollziehen können, um so einen Verdächtigen in Polen hochzunehmen, der einen Sprengstoffanschlag plante.

  
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