Jeremy Hammond: Stratfor-Hacker könnte lebenslange Haft drohen


(C) futureatlas.com, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach aktuellen Medienberichten droht dem ehemaligen LulzSec-Anhänger Jeremy Hammond wohl eine hohe Haftstrafe in den USA. Dieser soll maßgeblich an dem sogenannten Stratfor-Hack beteiligt gewesen sein. Im schlimmsten Fall könnte die Haftstrafe auf "lebenslang" lauten, heißt es.

Bei Stratfor handelt es sich um ein scheinbar privatwirtschaftliches Unternehmen, welches auch als "Schatten-CIA" bezeichnet wird. In dieser Woche wurde vor einem New-Yorker Gericht eine Anhörung im Fall Hammond geführt, welche auf den anstehenden Prozess im kommenden Jahr vorbereiten soll, heißt es.

Wenn in diesem anberaumten Prozess ein Schuldspruch in allen zur Last gelegten Punkten erfolgt, dann könnte Jeremy Hammond mit einer Haftstrafe zwischen 30 Jahren und lebenslang rechnen, so die eingesetzte und derzeit zuständige Richterin Loretta Preska am letzten Dienstag in New York.

Dem 27-jährigen Jeremy Hammond wird zur Last gelegt, im Jahr 2011 beim Hack auf das Unternehmen Stratfor im hohen Maße beteiligt gewesen zu sein. Darüber hinaus hätte er auch Kreditkartendaten von Stratfor-Kunden kopiert und ins Netz gestellt.

Die "Hauptbeute" der aktivistischen Gruppierung LulzSec waren aber teils "interessante Emails" von Stratfor. Jene wurden damals an die Whistleblower-Plattform Wikileaks gegeben, welche diese dann unter dem Titel "Global Intelligence Files" veröffentlichten.

Aus den Emails gingen teils sehr interessante politische Einblicke hervor, auch im direkten Bezug zum Fall Wikileaks und Julian Assange. So zeigte sich, dass es wohl in den USA einen geheimen Haftbefehl gegen Assange gibt, so zumindest die veröffentlichten Datensätze von Wikileaks.

Es ist ggf. denkbar, dass hier ein wenig "nachjustiert" wurde, vielleicht auch nicht, ein griffiger Beweis ist nicht gegeben. Jeremy Hammond sitzt nunmehr bereits seit gut acht Monaten in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess.

In einem Bericht von Russia-Today heißt es zum Prozess und der eingesetzten Richterin Preska, das ggf. problematisch sein könnte, dass unter den erbeuteten Kreditkarten-Daten von Stratfor auch welche des Ehemannes der Richterin waren.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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