Kongo: Weitere Auseinandersetzungen zwischen M23-Rebellen und Regierung


(C) EU Humanitarian Aid and Civil Protection, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nach offiziellen Angaben der UNO sind im Kongo bereits mehr als 100.000 Menschen auf der Flucht. Zwischen den Rebellen der M23 und der Regierung scheint ein verfestigter Konflikt vorzuherrschen, eine Lösung in der Region ist in weite Ferne gerückt. Zuletzt seien die Rebellen gen Stadt Bukavu im Osten des Landes vorgerückt, heißt es in Medienberichten.

Seitens der Regierung sprach man von einer Rückeroberung, welche unternommen wird. Die Rebellen hätten wohl die Stadt Goma erobert, in die tausende Menschen flüchteten, um vor den Kämpfen sicher zu sein, so ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters - hier sind auch Hilfsorganisationen vor Ort.

Seitens einer UN-Sprecherin sagte man, dass beide Seiten Plünderungen unternommen und auch Zivilisten angegriffen hätten. Am vergangenen Dienstag hatten die Rebellen der M23-Gruppe Goma eingenommen.

Hier seien Regierungssoldaten abgezogen und auch UN-Truppen hätten wohl den Versuch aufgegeben die Stadt weiter zu verteidigen. Unterstützung erhält die M23 wohl aus dem benachbarten Land Ruanda, heißt es. Die Regierung dort bestreitet jedoch Unterstützungsmaßnahmen für die Rebellen.

Die Region ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Diamanten und Zinn. Die Regierung von Präsident Kabila hat direkte Verhandlungen mit der Gruppe M23 mehrfach abgelehnt. Nach der Eroberung Gomas drohten die Rebellen, auf die Hauptstadt Kinshasa zu marschieren.

Erst das hat Präsident Kabila zum Einlenken bewegt. Die Miliz erwarte ein »Dialogangebot von Präsident Kabila«. Die Regierung in Kinshasa lehnte jedoch bislang Verhandlungen mit den Rebellen ab. Das internationale Kinderhilfswerk World Vision berichtete über die Rekrutierung von Kindersoldaten durch die Rebellen.

Angesicht der Rebellenoffensive in Ostkongo hat der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag die Festnahme zweier ranghoher Aufständischer verlangt. Die UN riefen alle Seiten zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen auf und mahnten eine schnelle politische Lösung des Konflikts an.

Im Südosten des Kongo bereiten sich die Menschen auf den Ansturm der Rebellen vor. Die Stadt Sake westlich von Goma fiel bereits in die Hände der Aufständischen, die Richtung Bukavu zogen. Unklar blieb zunächst die Rolle der kongolesischen Armee, die Goma am Dienstag weitgehend kampflos aufgegeben hatte.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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