Insel Yeonpyeong: Nordkorea droht dem Süden wiedermal mit Beschuss


(C) yeowatzup, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea scheinen erneut aufzuflammen. Derzeit droht der Norden wohl dem Süden damit, die im Grenzgebiet liegende Insel Yeonpyeong anzugreifen. Vor etwa zwei Jahren kam es hier bereits zu einem Showdown zwischen Nord- und Südkorea.

Anlass für die aktuelle Drohung ist, dass man eine angekündigte Gedenkfeier Südkoreas als Provokation wahrnimmt. Nach einer Meldung der staatlich-kontrollierten Nachrichtenagentur KCNA (Nordkorea) soll es die nordkoreanische Armee "bedauert" haben, dass die Insel Yeonpyeong damals nicht „auf den Meeresgrund versenkt worden sei“, so eine Erklärung zur in Nordkorea provokativ aufgefassten Gedenkfeier in Seoul, welche vom Kommando der Südwestlichen Front Nordkoreas verkündet worden war.

In der Propagandameldung hieß es weiter, dass die südkoreanischen Soldaten die Bewohner der Insel als "lebende Schutzschilde" genutzt hätten, um sich vor den "heftigen Beschüssen" zu verstecken.

Die nordkoreanische Armee werde jedoch nicht die Chance versäumen, „die Insel auf den Grund des Meeres zu versenken“, falls das südkoreanische Militär entsprechend provokative Schritte unternehmen sollte.

„Die Feier zum Jahrestag der so genannten siegesreichen Schlacht auf Yeonpyeong wird der Insel eine zweite Tragödie bringen, solange die Koreanische Volksarmee das sozialistische Vaterland schützt“, hieß es weiter.

Im November des Jahres 2010 hatte Nordkorea die benannte Insel im Gelben Meer angegriffen. Danach erwiderte man das Feuer seitens der südkoreanischen Armee. Damals kamen auf südkoreanischer Seite vier Soldaten ums Leben, 17 wurden teils schwer verletzt. In wie fern sich diese aufladende Spannung entwickeln wird, muss aus der heutigen Sicht heraus abgewartet werden.

Quelle: RiaN - Bild: flickr (symbolisch)

  
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