Eurozone in der Rezession: Weiterhin keine Besserung in Sicht


(C) eisenbahner, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die Rezession in der Eurozone hat sich in der nahen Vergangenheit weiter verschärft. Mit Blick auf die anstehende Entwicklung dürfte es nicht unbedingt besser werden. Im vierten Quartal dieses Jahres könnte das BIP so stark zurückgehen wie zum damaligen Höhepunkt der Finanzkrise Anfang des Jahres 2009, so die aktuelle Lageeinschätzung des Instituts Markit.

Dieses führte eine Umfrage bei etwa 4000 Unternehmen durch. Im November stieg der Einkaufsmanagerindex nur leicht an, um 0,1 Punkte auf nun 45,8 Punkte. Damit bleibt der Wert weiter unter der wichtigen Schwelle von 50 Punkten.

Seitens des Markit-Chefvolkswirts Chris Williamson sagte man zur vorherrschenden Lage: "Die Euro-Zonen-Privatwirtschaft ist erneut in alarmierendem Tempo geschrumpft und steckt in der schlimmsten Krise seit Mitte 2009". Im dritten Quartal dieses Jahres musste man bereits zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang des BIP in der Eurozone verkraften.

Ökonomen sprechen dann von einer Rezession, wenn das Wirtschaftswachstum ein zweites Quartal in Folge absinkt. Nach den aktuellen Berechnungen von Markit könnte sich die Lage im vierten Quartal verschlechtern. Hier rechnet man mit einer Schrumpfung von bis zu 0,5 Prozent.

Mit Blick auf die Dienstleister sieht es ebenfalls nicht besser aus. Der dortige Einkaufsmanagerindex sank um 0,3 Punkte auf nun 45,7 Punkte. Das ausschlaggebende Barometer für die Industrie konnte jedoch um 0,8 Punkte zulegen und liegt nun bei 46,2 Punkten.

Mit Blick auf die beiden Kernländer Deutschland und Frankreich stellte man fest, dass hier der Abwärtstrend zwar leicht verlangsamt stattfindet, doch in den anderen Ländern legte das Tempo sogar noch zu.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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