Deutschland: Höherer Hartz IV-Satz würde Milliarden extra kosten


(C) Trine Juel, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach einem Bericht der Süddeutschen-Zeitung dürfte die Anhebung des Hartz4-Satzes zu deutlichen Mehrkosten führen. Wenn der Satz um etwa 50 Euro angehoben werde, dann müssten die deutschen Steuerzahler jährlich etwa 7,4 Milliarden Euro zusätzlich zur Finanzierung aufwenden, heißt es.

Dies soll aus einer aktuellen Untersuchung der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgehen, auf die sich die Süddeutsche-Zeitung stützte. Außerdem würde auch der Anspruch auf Hartz4 mit einer Erhöhung ansteigen.

Zu diesem Punkt schrieb man, dass eine solche Erhöhung mit sich bringen würde, dass etwa 460.000 deutsche Haushalte, mit etwa 1 Million Menschen, einen Anspruch geltend machen könnten. Seitens der deutschen Partei "Die Grünen" hatte man zuletzt gefordert, dass der Hartz4-Satz von aktuell 374 Euro auf 420 Euro angehoben werden soll.

In dem Artikel der Süddeutschen-Zeitung zeigte sich das Vorstandsmitglied Heinrich Alt (BA) zu diesem Schritt eher ablehnend und warnte zugleich davor, dass mit der Umsetzung eines höher angesiedelten Hartz4-Satzes es "schnell zum Vermittlungshemmnis" kommen werde.

Heinrich Alt ist sich sicher, dass ein höherer Satz Hartz4 viele Menschen in die Überlegung abdriften lassen wird, sich von einem ökonomischen Kalkül leiten zu lassen. Würde man also genauso viel Geld ohne Arbeit erhalten, wie mit, dann ist durchaus die Gefahr gegeben, dass Arbeit nicht mehr "attraktiv" ist.

Bei einer angenommenen Anhebung des Hartz4-Satzes auf 482 Euro im Monat würde das Mehrkosten von etwa 16,8 Milliarden Euro verursachen. In Zeiten von Eurokrise und schwächelnder Weltwirtschaft ist dies jedoch kaum finanzierbar.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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