DGB Studie: Immer mehr qualifizierte Arbeitnehmer beziehen Niedriglohn


(C) Saadick Dhansay, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sollen in Deutschland viele qualifizierte Arbeitnehmer, welche über eine Vollzeitarbeitsstelle und Berufsabschluss verfügen, für einen Niedriglohn arbeiten.

Bezogen auf das Jahr 2010 waren etwa 2,4 Millionen Personen mit einer Vollzeitbeschäftigung und abgeschlossener Berufsausbildung im Bereich der Geringverdiener angesiedelt.

In den vergangenen Jahren stieg etwa in Westdeutschland der Anteil jener Erwerbstätigen, welche Vollzeit arbeiteten und eine Ausbildung hatten, jedoch einen Niedriglohn bezogen, um circa 8,7 Prozent an.

Bezogen auf das laufende Jahr 2012 hätte der Anteil von Vollzeitarbeitnehmern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bundesweit rund 19,1 Prozent betragen, welche einen Niedriglohn bezogen. Die Niedriglohnschwelle beträgt hierbei etwa 1800 Euro brutto, welche als Grundlage diente.

Mit Blick auf den Osten Deutschlands lag der Anteil gleicher Arbeitnehmer, in Vollzeit und mit abgeschlossener Berufsausbildung, im bisherigen Jahr 2012 bei circa 19,2 Prozent, die einen Niedriglohn bezogen, im Westen von Deutschland waren es 16,6 Prozent.

Für den Osten Deutschlands legte man eine Niedriglohnschwelle von 1379 Euro und für den Westen von 1890 Euro fest. Seitens des DGB-Arbeitsmarktexperten Wilhelm Adamy erklärte man zu den aktuellen Zahlen, dass der steigende Anteil und die gleichzeitig hohe Anzahl an Niedriglohnempfängern nicht zu den vorherrschenden Klagen der Wirtschaft passen würden, welche sich über einen Fachkräftemangel beschwerten.

Vielmehr würde man das Problem darin sehen, dass die Qualifikation zahlreicher Niedriglohnempfänger nicht in angemessener Weise abgerufen wird und darüber hinaus Ausgebildete nicht nach ihren Qualifikationen gerecht vergütet werden.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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