Bund der Energieverbraucher: Stromkonzerne zocken Milliarden zu viel ab


(C) KMJ, 2004, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Nach einem aktuellen Bericht der Bild-Zeitung sollen die steigenden Stromkosten in Deutschland für das kommende Jahr deutlich zu hoch gegriffen sein, in Bezug zu den letzten Ankündigungen der Energieversorger.

Diese hatten die Strompreiserhöhungen mit der Energiewende verknüpft und so die Mehrkosten begründet. Unter Berufung auf aktuelle Berechnungen des Bundes der Energieverbraucher hätte sich nach dem Bild-Bericht gezeigt, dass die Energiekonzerne etwa 2,1 Milliarden Euro zu viel von ihren Kunden verlangen würden.

Nach diesen Zahlen dürften die Mehrkosten durch die Energiewende lediglich bei sechs Prozent liegen. Seitens verschiedener deutscher Energiekonzerne gab man jedoch im Durchschnitt gesehen Preissteigerungen von etwa 12 Prozent an, welche umgesetzt werden müssen.

Seitens des Chefs des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, sagte man zur Thematik, dass sich die Energiekonzerne mit den Mehrkosten wegen der Energiewende herausreden würden. Gerechtfertigt sei lediglich ein Preisaufschlag von sechs und nicht etwa zwölf Prozent. Aribert Peters: "Die Stromkunden werden dreist mit 2,1 Milliarden Euro abkassiert".

In einer Berechnung zeigte man dabei auf, dass ein vierköpfiger Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4000 Kilowatt Mehrkosten von etwa 140 Euro tragen müsste, wenn der durchschnittlich angenommene Preisaufschlag von 12 Prozent zu Grunde gelegt wird.

Doch nur etwa die Hälfte dieser Kosten sei wirklich mit der Energiewende zu erklären, heißt es. Weiter gab man in den Berechnungen an, dass etwa 30 Millionen Haushalte von der Erhöhung betroffen sind, was bedeutet, dass eine ungerechtfertigte Preiserhöhung von circa 2,1 Milliarden Euro "einschlagen" würde.

Seitens der Grünen-Energieexpertin Bärbel Höhn hegte man auch Kritik zur Sache. Diese kritisierte direkt die Bundesnetzagentur als zuständige Behörde. Durch die Bewilligung von Firmenbefreiungen vom Netzentgelt würden den private Haushalten Mehrkosten von 800 Millionen Euro im nächsten Jahr blühen.

Quelle: N25 - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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