USA: Das afrikanische Öl - Zeichen der Nationalen Sicherheit


(C) kenhodge13, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Im Kampf um Energieressourcen haben die Vereinigten Staaten immer wieder gezeigt, was Außenpolitik auch bedeuten kann. Wenn es um die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen von Washington geht, dann wurde selten zwischen Despoten und demokratischen Führern unterschieden, vor allem dann, wenn diese Interessen Öl beinhalteten.

Um die Ölvorkommen zu sichern, ist zwischen China und den USA ein wahrer Kampf um die Rivalität in Afrika ausgebrochen. Aus strategischer Sicht ist das Öl aus Westafrika enorm wichtig für die USA, denn es ist eine Alternative zum Öl aus dem Persischen Golf.

Aus diesem Grund fördert man hier auch den Freihandel, denn dadurch ist es für die Vereinigten Staaten deutlich einfacher das Öl aus jenen Gefilden "abzutransportieren". Zu den wohl größten Öl-fördernden Staaten in der Region zählen Nigeria und auch Angola.

Alleine diese beiden Staatsgebilde decken 53 bzw. 26 Prozent der gesamten US-Ölimporte aus Afrika, südlich der Sahara, ab. Es dürfte daher also keine Überraschung sein, dass gerade diese beiden Staaten auch den größten Anteil an Hilfen von US-Sicherheitsbehörden erhalten.

Auch aus geographischer Sicht ist der Westen Afrikas deutlich näher und somit günstiger für die USA erreichbar. Die Diversifizierung der verschiedenen Ölimportmöglichkeiten ist dabei wesentlich in den strategischen Planungen für die nationale Sicherheit der USA.

Um den Einfluss in Afrika weiter ausbauen zu können, hat man sich die Loyalitäten verschiedener afrikanischer Regierungen "gesichert". Man bestückte diese etwa mit Waffen, Trainingsprogramme des US-Militärs oder anderen „Dingen“.

Auch die verdeckten Geheimdienstoperationen in Afrika wurden weiter vorangetrieben und ausgebaut, natürlich zur Bekämpfung des Terrorismus. Im Jahr 2007 gründete man das sog. "US African Command" oder kurz "AFRICOM".

Der angebliche Zweck dieser Struktur ist es, dass man die amerikanischen Militäroperationen auf dem afrikanischen Kontinent überwachen möchte, damit so die Stabilität in der Region "verbessert/gesichert" wird. Seitens verschiedener Experten sieht man jedoch, dass das AFRICOM vorrangig im Zusammenhang mit den amerikanischen Interessen am afrikanischen Öl steht.

Aus scheinbar historischen Gründen sind permanente Militärbasen in Afrika nicht vorhanden. Insgesamt strebt man von amerikanischer Seite eine subtile Präsenz an. Man ist irgendwie nicht da, aber irgendwie ständig.

Sollte es ggf. zu "Problemen" mit der Ölförderung, in Bezug auf das amerikanische Interesse, kommen, würden verdeckte geheimdienstliche Operationen unternommen werden, ggf. angeleitet über externe Strukturen, um einen entsprechenden Gefahrenumstand frühzeitig zu verhindern.

Die zunehmende Präsenz Chinas in Afrika bereitet verschiedenen Strukturen der Vereinigten-Staaten seit längerer Zeit Kopfschmerzen. Nicht unbekannt sollte sein, dass die USA und China in einem Konkurrenzkampf stehen, auch wenn dies offiziell manchmal ein wenig harmonischer herüberkommt.

In den US-Sicherheitskreisen hegt man die gefahrvolle Stimmung, dass Chinas Präsenz in Afrika durchaus zu einem "größeren Problem" werden könnte. Vor allem die bedingungslosen finanziellen Hilfen und auch der stetige Zustrom an billigen Waren (im Austausch für Öl-Verträge) an afrikanische Staaten ist hier einer der Faktoren, welcher "im Fokus" steht.

Aus diesem Grund sehen viele afrikanische Staaten China als "vorteilhafteren" Handelspartner an. Auch dafür möchte man das AFRICOM zum Einsatz bringen, denn man befürchtet, dass China durch entsprechende Vorstöße in Afrika hier einen verlängerten Arm (militärisch) schaffen könnte. Weitere Hintergrunddetails zu dieser Thematik, erhalten Sie im folgenden Artikel in englischer Sprache – siehe Quelle.

Quelle: OilPrice.com - Bild: flickr (symbolisch; kein Bezug)

  
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