Die CIA schließt ihre spezialisierte Abteilung zur Analyse/Beobachtung des Klimawandels


Logo des US-Auslandsgeheimdienstes CIA

Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA hat seine im Jahr 2009 gegründete Spezialabteilung "Center on Climate Change" aufgelöst/geschlossen. Diese Abteilung war aus dem Hintergrund heraus gegründet worden, um das Zusammenspiel zwischen einen sich erwärmenden Planeten und die damit verknüpften sicherheitspolitischen Herausforderungen zu analysieren/überwachen.

Bei der damaligen Gründung dieser spezialisierten Abteilung gab es seitens der Republikaner eher negative Töne zur Schaffung einer solchen Sicherheitsabteilung, denn man merkte damals an, dass die Gefahren des Terrorismus deutlich höher wiegen würden, als die möglichen Bedrohungen durch einen Klimawandel. Der Aufwand in diesem Bereich, so die damalige Kritik, sollte eher gegen den Terror in der Welt eingesetzt werden.

Ob die nun durchgeführte Schließung dieser auf den Klimawandel spezialisierten Abteilung etwas mit politischem Druck oder ggf. auch Budgetfragen zu tun hatte, wollte man seitens der CIA nicht beantworten.

Seitens Todd Ebitz, ein Sprecher der Central Intelligence Agency (CIA), sagte man zur Schließung, dass sich die CIA auch weiterhin um die Sicherheit bezgl. der humanitären Herausforderungen durch den Klimawandel, speziell fokussiert auf die wirtschaftliche Sicherheit, kümmern werde. Dies jedoch in bereits vorhandenen Strukturen innerhalb der Agentur und nicht in einem extra dafür eingerichteten Bereich.

Weiterhin sagte er, dass die CIA bereits seit mehreren Jahren die nationale Sicherheit der Vereinigten-Staaten, wegen den möglichen Auswirkungen der Klimawandels, untersucht. In Zukunft werde man sich durch ein spezialisiertes und engagiertes Team mit den wirtschaftlichen und energiepolitischen Fragen auseinandersetzen. Die dafür eingesetzten Ressourcen sollen wohl gleichranging sein.

Bereits in einem Bericht von Greenwire sickerte am Montag durch, dass die Schließung der auf den Klimawandel spezialisierten Abteilung der CIA umgesetzt wird. Die Central Intelligence Agency selbst hat keine eigenen Studien zur Thematik "Klimawandel" angefertigt und stützt sich bei ihren Arbeiten auf Studien und Informationen von anderen Regierungsbehörden oder Forschern.

Seitens des Senators John Barrasso, Republikaner aus Wyoming, wurde die Schließung der "Klimawandel-Abteilung" begrüßt. Dazu sagte er, dass man die richtige Entscheidung getroffen habe, denn das eingerichtete Zentrum war völlig fehl am Platz und darüber hinaus auch noch verschwenderisch. Es sei gut, dass die CIA diesen Bereich geschlossen hat, denn die nun freigewordenen Ressourcen könnten viel besser gegen den Terrorismus zum Einsatz gebracht werden.

Quelle: NY-Times

  
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