Das Gesicht Russlands: Formung bis zur Kiewer Rus


(C) hawaii.edu, SOEST GMT, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Das alte Russland hatte viele Gesichter, die meisten von diesen waren für die westlichen Länder nicht immer eine erfreuliche Angelegenheit.

Um nun einmal auf die spezifische Konstellation des Russlands der alten Zeiten einzugehen, möchten wir Ihnen dies anhand der Zeit deutlich machen, als das Russland noch fern ab von dem gewesen ist, was es in der heutigen Zeit ist.

In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts wurden die ostslawischen Stämme in der Kiewer Rus (mittelalterliches Großreich) unter der Herrschaft der dortigen Großfürsten vereinigt (In Weltkarten zu finden, meist in: „Europa um 1000“).

Die Feudalklasse (u.a. die Fürsten, Bojaren, Gefolgsleute) machte die freien Bauern (Smerden) von sich abhängig. Sie festigte ihre Macht durch das etwa 988 nach byzantinischem Vorbild eingeführten Christentum und durch das Gesetzbuch der „Russkaja Prawda" (Gesetzeskodex der Kiewer Rus; von Jaroslaw dem Weisen).

Landwirtschaft und Handwerk (Eisenverhüttung, Schmiede- und Juwelierhandwerk, Textilgewerbe, Töpferei) erreichten einen recht hohen Stand. Es gab viele Städte (z.B. Kiew, Nowgorod und Smolensk) und einen ausgedehnten Fernhandel bis nach Skandinavien, zum Orient und nach Konstantinopel (Hauptstadt des Osmanischen Reichs).

Bedeutende Kulturleistungen brachten die Ikonenmalerei (Heiligenbilder) und die Baukunst (z. B. die Sophienkathedrale in Kiew) hervor. Durch die Einführung der slawischen Schrift wurde die Grundlage für die Entwicklung der russischen Kultur gelegt.

Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts zerfiel die Kiewer Rus in mehrere Teilfürstentümer. Um 1240 unterwarfen die Mongolen Kiew und andere russische Fürstentümer.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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