Balcerowicz: Polen in 20 Jahren gleichauf mit Deutschland


(C) tinyfroglet, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Wird Deutschland schon bald wirtschaftlich komplett demontiert sein? Wenn man sich die derzeitigen Umstände anschaut, könnte man dies durchaus, mit Blick in die Zukunft, so sehen. Immer mehr (wichtige) Teile werden in ferne Länder ausgelagert, dazu marodieren die Eurokrise und ein wirtschaftlicher Abschwung das Land zusehends.

Nun wagt sich auch jemand, Leszek Balcerowicz (polnischer Wirtschaftswissenschaftler und liberaler Politiker), aus Polen aus der Deckung. Nach einem Bericht der „Welt“ schätzt er aus heutiger Sicht ein, dass Polen in etwa 20 Jahren Deutschland als wirtschaftliche Macht „einholen wird“ bzw. eine „Angleichung“ dahingehend stattfindet.

Nach seiner Vorstellung werde Polen zu jenen Zeiten den gleichen Lebensstandard wie auch Deutschland diesen hat erreichen können.

Ebenfalls hakte er sich auch in die Thematik der aktuell vorherrschenden Eurokrise ein. Hier kritisierte er die "mangelhaften" Reformanstrengungen in den Südländern der Europäischen Union. Er sehe, dass die "europäischen Lösungen" eher eine Worthülse sind.

Es müsse vielmehr nationale Lösungen, auf nationale Probleme geben. Gemeinsam mit den USA unterstützt Balcerowicz das Ziel, dass die "Vollendung" des Binnenmarktes in Europa angestrebt und weiter vorangetrieben wird, damit im Endeffekt ein "transatlantischer freier Markt" entstehen könne.

In Bezug auf die Ressourcenerkundung und Förderung von Schiefergas warnte Leszek Balcerowicz die Europäische Union davor, dass diese hier keine "behindernde Stellung" einnehmen sollte, wer so etwas macht, der würde eine "zynische Interessenpolitik" fahren.

Speziell Deutschland angesprochen sagte er, dass man seine Nachbarn mit der "destruktiven Romantik" in Ruhe lassen sollte, wie es etwa mit der voreiligen Abschaltung der AKWs geschehen sei.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch für "Deutschland")

  
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