Spanien lockt Investoren mit Bleiberecht, wenn diese Grundbesitz erwerben


(C) sermarr erGuiri, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Um in den Zeiten der Euro- und Wirtschaftskrise in Spanien an neues Geld zu kommen, geht man hier nun einen recht ungewöhnlichen Weg. In einem aktuellen Vorstoß will man in Spanien wohl finanziell gut bestückte Investoren ins Land locken, indem man eine Aufenthaltsgenehmigung vergeben will, wenn diese in Spanien Grundbesitz für mindestens 160.000 Euro erwerben.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters soll der spanische Handelsminister Jaime Garcia-Legaz hier speziell russische und auch chinesische Investoren im Blickfeld haben. Bei diesen hätte sich zuletzt gezeigt, dass sie ein recht starkes Interesse an Grundbesitz in Spanien haben. Die Investoren werden nach den vorläufigen Plänen auch von der Verpflichtung entbunden, mindestens sechs Monate pro Jahr in Spanien leben zu müssen.

Aktuell berät man sich über diesen Plan noch mit anderen Ministerien in Spanien. Ob der Plan in die Realität umgesetzt wird, kann aus heutiger Sicht heraus nicht näher eingeschätzt werden.

Zuletzt hatte Spanien bei den Ex-Kolonien um finanzielle Hilfe gebeten, um so den Spar-Auflagen der EU zu entfliehen. Diese Anfragen scheinen aber auf eher taube Ohren gestoßen zu sein. Nachdem in Spanien die Immobilienblase geplatzt war, stehen mittlerweile mehr als eine Millionen Häuser leer.

Derzeit wird eine Bad Bank auf den Weg gebracht, um so die wertlosen Papiere entsprechend entsorgen zu können. Außerdem herrschen im südeuropäischen Land auch noch weitere Irritationen vor. Etwa die Rezession und eine enorme Arbeitslosigkeit. Bei den spanischen Jugendlichen herrscht derzeit eine Arbeitslosigkeit von etwa 50 Prozent vor.

Zuletzt konnte man bei den "faulen Krediten" in Spanien vernehmen, dass diese auf ein neues Rekordhoch angestiegen sind. Etwa 10,7 Prozent der von spanischen Banken vergebenen Kredite, hauptsächlich für Immobilien, werden demnach entsprechend eingestuft, dass diese höchstwahrscheinlich nicht mehr zurückgezahlt werden. Mehr dazu hier.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch für "Spanien")

  
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