Nach Herabstufung Frankreichs: Druck erhöht sich weiter


(C) Victor, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nachdem das europäische Land Frankreich von der US-amerikanischen Ratingagentur Moodys herabgestuft worden ist, steigt der Druck auf dieses weiter an. Grund für die Abstufung war u.a. "Reformmangel". Aus diesem Grund hatte Moodys dem Land das AAA-Rating entzogen und bewertet die Bonität nun mit Aa1.

Doch damit nicht genug. Mit dieser Herabstufung betonte man gleichzeitig, dass der Ausblick weiterhin negativ sei, was bedeutet, dass eine weitere Herabstufung anstehen könnte. Schon zum Anfang dieses Jahres hatte die Ratingagentur Standard & Poor's Frankreichs Bonität herab gewertet.

Experten sahen bereits damals, dass weitere Ratingagenturen nachziehen werden. Für den neuen französischen Präsidenten Hollande ist diese Herabstufung ein klarer Schlag ins Gesicht. Nach der Abwertung gab der Euro nach. Mit Blick auf die Anleihen von Frankreich stiegen diese zunächst leicht an.

Der Zins für die 10-jährigen Anleihen erreichte zwischenzeitlich 2,098 Prozent. In einer späteren Entscheidung will Moodys bekanntgeben, ob sich die nun getätigte Herabstufung von Frankreich auf die Bonität des EFSF und ESM auswirken wird.

Zuletzt bestätigte man seitens Moodys hier das beste Rating von "Aaa". Doch es gibt einen negativen Ausblick für beide Rettungsfonds, dadurch könnte schon bald eine Herabstufung drohen.
In der Entscheidung zur Herabstufung der Bonität Frankreichs merkte die US-Ratingagentur Moodys ebenfalls an, dass mit Blick auf Frankreich ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit stattfindet und vorherrscht. Gleich nach Deutschland zählt Frankreich zur größten Volkswirtschaft in Europa.

Quelle: Handelsblatt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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