Missing Persons Bureau: Britische Bürger sollen bei Identifizierungen helfen


(C) Karen Roe, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

In Großbritannien wird die Bevölkerung nun direkt bei der Identifizierung von unbekannten Personen mit einbezogen. Das sog. "Missing Persons Bureau" hat dazu eine entsprechende Webseite online gestellt, so die britische Behörde am vergangenen Montag.

Auf dieser werden verschiedene Daten zu Personen veröffentlicht, woran man sich orientieren könne, um so bei der Identifizierung mitzuhelfen. Es geht hierbei um vermisste Personen und auch nicht identifizierte Leichen.

Außerdem werden hier auch Fälle mit einbezogen, bei denen Personen unter Gedächtnisverlust leiden und sie selbst nicht mehr wissen wer sie eigentlich sind. Nach den Angaben des "Missing Persons Bureau" verfügt man derzeit über etwa 1000 Fälle, wobei die Mehrheit von nicht identifizierten Toten gebildet wird.

Die ältesten Fälle würden gar bis in die 1950er Jahre zurückreichen, heißt es. Man forderte nun dazu auf, dass sich Personen an den Identifizierungsmaßnahmen beteiligen sollen. Auf der Seite selbst stehen dabei verschiedene Sortierungsmerkale zur Verfügung, anhand derer man nach entsprechenden Fällen/Personen suchen kann.

In einigen Fällen hat man hierbei auch Fotomaterial oder Phantomzeichnungen angehangen. Im Fall von nicht identifizierten Leichen werden auch die Fundorte kenntlich gemacht oder, im Fall von vermissten Personen, an welchen Orten sich diese zuletzt aufgehalten haben.

Hat eine Person entsprechende Informationen zu einem Fall/Person, dann kann über die Webseite ein Formular ausgefüllt werden, in dem man die Hinweise an das "Missing Persons Bureau" einsendet. Diese Informationen werden dann an die zuständige Polizeidienststelle weitergeleitet.

Quelle: Heise - Bild: flickr (symbolisch für "Großbritannien")

  
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