Greenpeace warnt vor gefährlichen Chemikalien in Textilien


(C) Thing Three, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

In einer aktuellen Warnung zeigt die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf, dass in vielen Kleidungsstücken giftige Chemikalien zu finden sind. Für die Untersuchungen setzte man seitens Greenpeace unabhängige Labore ein, welche in 89 von 141 untersuchten Kleidungsstücken, aus 29 verschiedenen Ländern, Nonylphenolethoxylate (NPE) gefunden hätten. Dieses Nonylphenolethoxylate wird zu dem giftigen Nonylphenol abgebaut.

Bei diesen für die Fortpflanzung schlechten (Fortpflanzungsschädigend) Weichmachern konnte man feststellen, dass diese in teils hoher Konzentration, etwa in bedruckten T-Shirts, aufgefunden wurden. Hierbei merkte man an, dass dies auch bei verschiedenen namenhaften Marken der Fall ist.

Innerhalb der angestellten Untersuchungen konnte man ebenfalls feststellen, dass auch noch andere Chemikalien, welche sich auf die menschliche Gesundheit negativ auswirken würden, gefunden wurden. So fand man etwa in anderen Produkten auch hormonell wirksame, als auch krebserregende Chemikalien vor.

In den gesamten Untersuchungen bezog man T-Shirts, Kleider, Hosen, Jeans oder auch Unterwäsche mit ein. Diese wurden auf verschiedene Chemikalien hin untersucht, etwa NPE, Weichmacher, krebserregende Amine und andere Schadstoffe.

In einer Erklärung von Greenpeace, durch eine Expertin der Organisation, sagte man zu den Herstellungsprozederen der verschiedenen Markenhersteller: "Modemarken missbrauchen weltweit Flüsse als private Abwasserkanäle und verschmutzen so das Trinkwasser von Millionen Menschen".

In den Untersuchungen, speziell auch zu den namenhaften Marken, wurden etwa Hersteller wie Benetton, Armani, Diesel, Esprit, Gap, H&M, Tommy Hilfiger, Vero Moda und weitere mit einbezogen.

Greenpeace-Untersuchungen belegten bereits 2011, dass Textilchemikalien durch Fabrikabwässer im Herstellungsland und die Haushaltswäsche im Absatzland freigesetzt werden können. Weiterhin gab man seitens Greenpeace an: "Von der Produktion bis zur Entsorgung schaden gefährliche Textilchemikalien Umwelt und Gesundheit".

Dass die Textilindustrie weiterhin die Gefährdung von Mensch und Umwelt in Kauf nimmt, ist völlig verantwortungslos", so die Sprecherin Claudia Sprinz. Deutsche Verbraucher kauften der Umweltschutzorganisation zufolge im vergangenen Jahr knapp sechs Milliarden Kleidungsstücke. Greenpeace verlangt von Modeunternehmen das Versprechen, bis 2020 keine gefährlichen Chemikalien mehr abzuleiten.

Quelle: Fashion-United - Bild: flickr (symbolisch für "Textilien")

  
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